
Wer mit den Öffentlichen (ÖPNV) in den östlichen Teil Brandenburgs will, kommt am Bahnhof Erkner nicht vorbei. Zur S-Bahn S3, dem Regionalexpress1 und der Tesla-Bahn kommen sechs reguläre Buslinien und drei PlusBusse, die vom Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) abfahren. Jörg Vogelsänger hat im Landtag nachgefragt und fordert den weiteren Ausbau des wichtigen Umsteige-Ortes.
Das Verkehrsministerium Brandenburg berichtet von 6.600 Fahrgästen (Ein- und Aussteiger) für die S-3 und für den Regionalexpress 6.000 Reisende. Zahlen von Busreisenden lagen zunächst nicht vor. Und das bei 11.641 Einwohnern (Stand Ende 2024).
„Erkner ist für die gesamte Region ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Für Pendler zwischen Berlin und Polen, Schüler, Urlauber. Deshalb ist es gut und richtig, dass die Infrastruktur weiter ausgebaut wird“, so Jörg Vogelsänger. Einiges wird bereits getan:

- Unmittelbar am RE-1 Bahnsteig nach Berlin entstehen 200 neue Bike and Ride Plätze. Dazu kommen 6 Plätze für Lastenfahrrädern. Sogar eine Fahrradreparatursäule ist dabei.
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Leider kommt es zu erheblichen Verspätungen bei der Umsetzung des Projektes. Fast ein Jahr sind die Arbeiten im Verzug. „Hier gibt es nichts schön zu reden. Ende des Jahres soll endlich alles fertig sein.“
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Das Projekt wird mit Mitteln des Bundes aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ gefördert. Der Zuschuss beträgt 1.466.091,55€. Letztlich gut angelegtes Geld.
Wir alle kennen die mangelnde Zuverlässigkeit des RE-1. Der Grad der Pünktlichkeit lag nach Angaben des Verkehrsministeriums 2024 bei 83,9% (2023: 88,4%). Zum Vergleich: Die Pünktlichkeit liegt die S-Bahn im Jahr 2024 bei 95,4% (2023: 95,5%). Vogelsänger: „Das liegt mit Sicherheit nicht immer an der ODEG. Insbesondere das Unternehmen DB-Netz ist gefordert für Besserung zu sorgen. Eine wichtige Baustelle für den neuen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder“.