Bienenkiller auf Äckern verboten

Veröffentlicht am 27.04.2018 in Umwelt

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben heute in Brüssel einem Freilandverbot von drei Insektenmitteln zugestimmt. Diese Neonikotinoide sind als Bienenkiller bekannt, ihr Einsatz ist jetzt auf Gewächshäuser beschränkt.

Ohne Bienen keine Früchte

Das Bienensterben wird früher oder später uns Menschen direkt betreffen. Denn Bienen bestäuben über 90 Prozent aller Blütenpflanzen. Ohne sie tragen Pflanzen keine Früchte. Also: ohne Bienen keine Äpfel, keine Beeren, keine Kirschen...

Bienen verhungern

Nicht nur Pflanzenschutzmittel und Pestizide setzen Bienen zu. Sie finden heute einfach nicht mehr genug Nahrung. Monokulturen auf den Äckern ohne Hecken sind Nahrungswüsten . Ein Rasen im privaten Garten samt exotischer Büsche ebenso.

Mildes Klima macht zu schaffen

Nach Umfragen unter Imkern haben in Deutschland bis zu 20 Prozent der Honigbienenvölker den vergangenen (milden) Winter nicht überlebt. Das ist doppelt so viel wie üblich. Das Nervengift gefährdet nicht nur Honigbienen sondern auch Hummeln,Wildbienen.

Gartenbesitzer können helfen

Ein wenig Wildnis sollte erhalten bleiben. So heißt die Zauberformel. Je vielfältiger der Garten, desto besser, aber regional sollte das Angebot an Nektar schon sein. Merke: Nicht alles was blüht, liefert den begehrten Saft. Viele Rosenarten sind für Bienen nicht zugänglich.

Dazu der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

„Ich begrüße die Entscheidung der EU-Staaten, dadurch herrscht Klarheit in diesem Bereich. Gleichzeitig wäre es gut, wenn landwirtschaftliche Betriebe alle Möglichkeiten des Greenings und andere Fördermöglichkeiten nutzten, um beispielsweise Blühstreifen oder Hecken anzulegen", so Wolfgang Roick. Dadurch würden Lebensräume auch für Wildbienen erhalten oder geschaffen. Gegen das Bienensterben seien vielfältige Maßnahmen notwendig. "Der heutige Beschluss ist ein erster, wichtiger Schritt.“ Auch Umweltminister Jörg Vogelsänger freut´s.

 
 

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