Brandenburgs Fischer werden besser unterstützt.

Veröffentlicht am 13.08.2014 in Wirtschaft

Potsdam – Agrarminister Jörg Vogelsänger wird für das Land Brandenburg auch ab 2015 mit Projektanträge im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) genehmigen können. Damit können die Mittel für Projekte im Europäischen Meeres- und Fischereifonds in Brandenburg weiter fließen. Pro Jahr ziehen Brandenburgs Fischer 500 Tonnen Speisefisch aus Seen und Flüssen an Land oder aus Aquakulturen.

„Wir haben beim EMFF erfolgreich verhandelt. Nachdem Brandenburg im früheren Fischereifonds in den Jahren 2007 bis 2013 insgesamt knapp 9 Millionen Euro für 260 Projekte zur Verfügung hatte, stehen im Land nunmehr rund 13 Millionen Euro aus dem EU-Fonds für die Jahre 2014 bis 2020 bereit“, so Minister Jörg Vogelsänger. „Das Geld wird auch dringend für Investitionen, für die Teichpflege, für die Bestandserhöhung des Europäischen Aals oder auch zur Absicherung von praxisorientierten Forschungsvorhaben benötigt.“

Das Land stellt in seinen Haushaltsplänen die notwendige Kofinanzierung der EU-Mittel sicher (75 Prozent EU – 25 Prozent nationale Mittel). Mit den Projektpartnern aus Wirtschaft, Verbänden und der Wissenschaft wird in den kommenden Wochen über den Start einzelner Vorhaben verhandelt.

  • Nach den Planungen werden die EU-Mittel für die fischereiliche Forschung in Brandenburg von 1.300.000 Euro auf 2.100.000 Euro erhöht. Ein Schwerpunkt wird in Brandenburg entsprechend dem „Nationalen Strategieplan zur Aquakultur für Deutschland“ die Aquakulturforschung darstellen.
  • Der Aalmanagementplan wird auch in der neuen EU-Förderperiode fortgesetzt. Hierfür sollen rund 4,8 Millionen Euro eingesetzt werden (bislang: 4 Millionen Euro). Der Landesfischereiverband und der Landesanglerverband setzen in Brandenburg seit 2006 ein ambitioniertes Schutzprogramm zur Erhöhung des Laichbestands des Europäischen Aals um. Speziell für die Unternehmen mit Aquakulturen werden sich die steigenden Programmansätze für die Teichpflege und für Investitionen positiv auswirken.
  • Mehr Mittel erhalten die Fischer auch für die Verarbeitung und die Direktvermarktung ihrer Produkte.

Hintergrund: Binnenfischerei in Brandenburg

Landesweit werden rund 76.000 Hektar Wasserfläche durch die Berufs- und Freizeitfischerei genutzt. Der Fischereisektor unterteilt sich in die Bereiche der traditionellen Fluss- und Seenfischerei sowie Aquakultur, wobei die Letztere neben Karpfenteichwirtschaften auch andere Formen der Zucht und Haltung von Satz- und Speisefischen erfasst.

1995 wurden landesweit 800 Berufsfischer gezählt. Nach den aktuellen Schätzungen gehen 600 Fischerinnen und Fischer in 140 Betrieben im Haupterwerb und 111 Nebenerwerbsbetriebe diesem Beruf nach. Zu den Fängen kommen auch die Erträge aus der Aquakultur. 2013 waren landesweit 45 Unternehmen in diesem Sektor tätig und produzierten 1073 Tonnen Fisch.

Wichtigste Fischart in Aquakulturen ist der Karpfen. 32 Betriebe in Brandenburg produzierten knapp 700 Tonnen Speisekarpfen. Eine zweite bedeutsame Fischart ist die Regenbogenforelle. 2013 wurden hiervon 252 Tonnen von 12 Betrieben erzeugt. Rechnet man die Lachsforelle, eine spezielle Vermarktungsform der Regenbogenforelle, mit fast 44 Tonnen, den Bachsaibling mit 22 Tonnen und den Elsässer Saibling mit 15 Tonnen dazu, entfallen auf die Forellenartigen 31 Prozent der Erzeugung in Brandenburger Aquakulturen. Regionaler Schwerpunkt der Aquakultur ist der Landkreis Spree-Neiße mit den Peitzer Teichen. Mit 378 Tonnen produziertem Speisefisch wurde hier mehr als ein Drittel der heimischen Speisefische erzeugt.

Mit dem Institut für Binnenfischerei in Sacrow e.V. (IfB) ist Brandenburg auch Sitzland einer der wichtigsten deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen für diesen Berufszweig. Das Institut für Binnenfischerei wurde 1992 als Einrichtung der praxisorientierten Fischereiforschung der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt neu gegründet. Träger und regelmäßige Zuwendungsgeber des IfB sind die für die Binnenfischerei zuständigen Ministerien in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus finanziert sich das Institut aus eingeworbenen Drittmitteln wie dem EMFF.

 
 

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