Das Weihnachtsfest ist Licht, verheißt Zuversicht und Hoffnung! Das ist die Kernbotschaft aller christlichen Religionen. Das Kind in der Krippe von Bethlehem steht stellvertretend für die Geborgenheit in einer fremden Umgebung. Auch wenn wir keine Christen mehr sein mögen oder einer anderen Religion folgen: Das Bild von der Krippe steht für alle, die Schutz benötigen…
„Weihnachtswoche in schwierigen Zeiten“, titelt das ZDF in seiner Nachrichten-Sendung. „Nach dem Anschlag in Magdeburg ist von Weihnachtsruhe nichts mehr übrig…“
Bitte, beschäftigen wir uns nicht mit uns selbst. Die Todesfahrt eines Einzelnen ist nur eine in der Reihe von Amok-Anschlägen, die wir in diesem Jahr ertragen mussten.
- Vor einer Woche erschoss eine 15jährige in den USA in ihrer christlichen Schule eine Lehrerin, eine weitere Mitschülerin und verletzte sieben Schulkameraden. 322 Schießereien an Schulen in den Vereinigten Staaten meldeten die Statistiker.
- Vor der Haustür Europas tobt im Nahen Osten ein Krieg, der kein Ende zu nehmen scheint. Das Grauen können wir im TV verfolgen. In der Ukraine kämpfen die Menschen um ihre Freiheit. Hungersnöte und Kriege in Afrika.
Der gewaltsame Tod eines Kindes, der Eltern, Verwandten, Freunde, Nachbarn schmerzt bis zur Unerträglichkeit. Doch die Aufzählung menschlichen Leids nimmt kein Ende. Das ist wahrlich keine akzeptable Bilanz für das Jahr 2024.
Was im Jahr 2025 auf uns zukommt, können wir noch weniger abschätzen als in den vergangenen Jahren. Fest steht: Wir werden uns auf Veränderungen einstellen müssen. Das wird viele Bereiche betreffen. Vieles wird unangenehm sein.
Weihnachten heißt Frieden, soll uns an die Werte erinnern, die unsere Gesellschaft verbinden: Solidarität, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit. Empathie ist gefordert. Das heißt auch weniger Besitzstands-Denken, Selbstgerechtigkeit und Hass auf Fremdes.
Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, dass unsere kleine Welt ein wenig erträglicher wird… (gu)