Zusage: Investitionen in die Freiwilligen Feuerwehren Potsdam – Im Beisein von Ministerpräsident Dietmar Woidke haben Agrarminister Jörg Vogelsänger und Innenminister Ralf Holzschuher heute mit dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbands Brandenburg Werner-Siegwart Schippel ein neues Investitionsprogramm für den Umbau und die Sanierung von Gebäuden der Freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum unterzeichnet. Für diesen Zweck werden inder laufenden EU-Förderperiode bis 2020 Mittel aus dem Europäischen Fonds zur Entwicklung ländlicher Räume (ELER) bereitgestellt. Diese können über eine Projektliste des Landesfeuerwehrverbands beantragt werden.
Bildunterschrift: Innenminister Ralf Holzschuher, der Präsident des Landesfeuerwehrverbands Brandenburg Werner-Siegwart Schippel, Regierungschef Dietmar Woidke und Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft (v.l.n.r.) stellen das Investitionsprogramm für die Feuerwehren im ländlichen Raum Brandenburgs vor.
Für die sieben Jahre im Förderzeitraum 2014 bis 2020 stellt die EU im ELER für die gemeinsame Förderregion Brandenburg und Berlin insgesamt 965 Millionen Euro zur Verfügung. Von den jährlich rund 120 Millionen Euro, die auf Brandenburg entfallen, soll knapp ein Drittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes eingesetzt werden. Davon gefördert werden auch Investitionen in Feuerwehrhäuser, wenn diese ein Angebot für die Dorfgemeinschaft vorhalten.
„Die Freiwilligen Feuerwehren spielen eine zentrale Rolle in den ländlichen Gemeinden“, betonte Ministerpräsident Woidke bei der Unterzeichnung: Ihre Bedeutung gehe dabei über ihren unverzichtbaren Einsatz in Notfällen, bei Feuer, Unfällen oder Hochwasser, weit hinaus. Sie sei fester Bestandteil kommunalen Lebens in Brandenburg. „Wir wollen daher als Land ein Zeichen setzen für die ehrenamtliche Arbeit, die viele Feuerwehrleute in vielen Gemeinden leisten“, so Woidke.
„Bei der Umsetzung der Landesprogramme zur ländlichen Entwicklung sind wir auf starke Partner angewiesen“ unterstreicht Minister Jörg Vogelsänger: „Mit seinen rund 42.000 ehren amtlichen Mitgliedern zählt der Landesfeuerverband zu den wichtigen Akteuren der Dorfentwicklung: So engagieren sich die Kameradinnen und Kameraden in Gemeindevertre-tungen oder bei der Kinder- und Jugendarbeit. Sie helfen bei der Organisation von Dorffesten und Sportveranstaltungen und sorgen für Ordnung und Sicherheit. Hinzu kommt, dass viele der von Wehren genutzten Gebäude an zentraler Stelle das Ortsbild prägen und damit auf das Gesamtbild der Gemeinde ausstrahlen.“
Minister Holzschuher betonte: „Das neue Förderprogramm für die Jahre bis 2020 macht nicht nur das ehrenamtliche Engagement im Brandschutz durch eine zeitgemäße Sanierung von Feuerwehrgerätehäusern attraktiver, sondern stärkt mit der Umgestaltung der Bauten in multifunktionale Dorfgemeinschaftshäuser auch den dörflichen Zusammenhalt. Wir leisten so gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehrvereinen einen Beitrag zur Sicherung der Zukunft des ländlichen Raumes als Lebens-, Arbeits- und Erholungsort.“
Werner Siegwart Schippel sagte: „Neben der Technik müssen aber auch andere Bedingungen für die Kameradinnen und Kameraden den heutigen Anforderungen entsprechen. Das Förderprogramm ist dafür eine große Unterstützung.“
In den Jahren 2007 bis 2013 konnten mit ELER-Mitteln 36 Vorhaben freiwilliger Feuerwehren auf dem Land mit rund 3,8 Millionen Euro Fördermittel unterstützt werden. Die Förderung erfolgte im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und LEADER mit rund 75 Prozent der Investitionen für den Aus- und Umbau. Ausgeschlossen waren hierbei Neubauten und Kostenpunkte, die dem Brand- und Katastrophenschutz zuzuordnen sind.