Großveranstaltungen sind nicht nur Show

Veröffentlicht am 08.02.2015 in Kommunalpolitik

Mit einem Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) sollen die Gemeinden in Brandenburg attraktiver gemacht werden. Insgesamt 213 Millione Euro aus verschiedenen Fördertöpfen stehen dafür bereit. Die Gemeinden des Wahlkreises 31 bereiten sich gerade auf eine Teilnahme vor. Es gibt auch einen konkreten Anlass: Die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) im Jahre 2017.

Bei der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) steht der Eröffnungstermin bereits fest. Am 13. April 2017, dem Gründonnerstag sollen sich die Pforten der Blumen- und Pflanzenschau zwischen Marzahn und Hellersdorf für 170 Tage öffnen. Bis zum Ende der Ausstellung im Oktober 2017 werden etwa 2,4 Millionen Besucher und mindestens 1.100 Sonnenstunden erwartet. Eine Herausforderung auch für die Gemeinden des Wahlkreises 31 und damit auch des Landkreises Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Neue Wege zur Blumenparade

Aber es geht nicht nur um seltene Rosen, gepflegte Rabatte und neu gestaltete Parkanlagen. Veranstaltungen wie eine IGA können auch als Anschub und Motor für eine Region eingesetzt werden. Die Infrastruktur muss zu solch einer Großveranstaltung passen. Schließlich wollen tausende von Besuchern tagtäglich mit Autos, Bussen und Bahnen möglichst bequem an- und abfahren. Straßen und Zufahrten, Parkplätze und Bahnsteige aber auch Radwege müssen dem Ansturm gerecht werden.

Eine Investition für alle

„Eine Großveranstaltung wie eine internationale Gartenschau kostet auf den ersten Blick sehr viel Geld“, weiß Jörg Vogelsänger, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises 31 und auch Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft. „Werden die Mittel jedoch richtig eingesetzt und die Fördertöpfe ausgeschöpft, dann bleibt für die Region eine ausgebaute Infrastruktur.“

Der Wettbewerb für Stadt und Umland

Hier bietet sich eine Förderungskampagne an, die das Land Brandenburg unter Federführung des Infrastrukturministeriums gestartet hat. Bei diesem Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) können sich seit dem 14. Januar 2015 alle Kommunen bewerben, die als Ober- oder Mittelzentren des Landes Brandenburgs festgelegt worden sind. Dazu gehören beispielsweise Neuenhagen und Erkner.

Es geht um Zusammenarbeit

Für die Zusammenarbeit von Städten und ihrem Umland sind Schwerpunkte gefragt: Infrastruktur und Umwelt, Mobilität und Energie sowie Wirtschaft und Tourismus. Gefördert werden Projekte, die zur bedarfsgerechten Mobilität, zu einer stabilen Wirtschaftsentwicklung, zum Umweltschutz, zur Gesundheitsversorgung oder zu einer attraktiveren Gestaltung des Lebensumfeldes beitragen. Voraussetzung ist, dass die Ober- oder Mittelzentren eine Kooperation mit einer oder mehreren Kommunen in ihrer jeweiligen Region bilden. Dafür werden förderungswürdige Konzepte gesucht. „Das passt genau, um die Infrastruktur für eine Großveranstaltung wie die IGA auf Vordermann zu bringen“, erklärt Jörg Vogelsänger.

Den Anfang hat jetzt Hoppegarten gemacht. Die Gemeinde beschließt gerade, sich gemeinsam mit der Stadt Altlandsberg, der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin und der Gemeinde Neuenhagen am „Stadt-Umland-Wettbewerb Brandenburg“ zu beteiligen.

Die Finanzen

Insgesamt wird ein Fördervolumen von 213 Millionen Euro aus den Europäischen Fonds EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung), ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) und dem ESF (Europäischer Sozialfonds) für den Stadt-Umland-Wettbewerb bereit gestellt.

Die Fristen

Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2015, dazu kommt ein so genanntes Schnellläuferverfahren, dessen Abgabetermin bereits am 15. Juni ausläuft. Die eingereichten Projekte werden zunächst von einer Jury aus den beteiligten Ministerien für Landwirtschaft, Infrastruktur und Wirtschaft geprüft. Anschließend erfolgen die Zuschläge auf die Wettbewerbsbeiträge.

Weitere Informationen: http://stadt-umland-wettbewerb.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.366154.de

 
 

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