Katzenumzug: Auffangstation zieht nach Rüdersdorf

Veröffentlicht am 30.05.2015 in Allgemein

Besuch bei der alten Station für herrenlose Katzen: Jörg Vogelsänger mit Vereinschefin Beate Altmiks

Die Katzenauffangstation in der Erich-Mühsam-Straße in Vogelsdorf wird nach 15 Jahren ihre Klappen schließen. Die Rettungsstation wird endgültig nach Rüdersdorf in die Woltersdorfer Straße verlegt. Jörg Vogelsänger hat beim Einpacken in der alten Station vorbeigeschaut und ein Präsent mitgebracht: Natürlich Katzenfutter

Für viele ehrenamtliche Mitarbeiter des Tierschutzverein Strausberg, Rüdersdorf und Umgebung e.V. war heute ein wehmütiger, aber auch schöner Tag zugleich. Auch wenn die Tiere sich am Vogelsdorfer Standort im Frühling und Sommer offensichtlich wohl gefühlt haben. Die Arbeitsbedingungen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter waren im Winter besonders ungemütlich. So die Vorsitzende des Vereins, Beate Altmiks.

Der Verein selber verfolgt gemeinnützige Zwecke durch „Ausübung und Förderung des Tierschutzes und der Tierhaltung“. Derzeit hat der Verein 65 Mitglieder, die in den Auffangstationen in der Woche und am Wochenende ehrenamtlich tätig sind. Zu der Arbeit gehört nicht nur die Pflege und Fütterung der Schützlinge, sondern auch die Übergabe der Tiere an neue Halter. Beratung inklusive.

Der Verein suchte seit dem Jahre 2005 ein geeignetes Grundstück für die Katzenauffangstation. Findig ist der Verein letztendlich in Rüdersdorf in der Woltersdorfer Straße geworden: Ein Pachtgrundstück, bereitgestellt von der Kommune und über 30 Jahre gepachtet.

Heute sind bereits zwei Katzenhäuser auf dem neuen Grundstück gebaut. Eines wurde bereits Katzenglück getauft. Ein weiteres Quarantänehaus ist geplant. Um Zugang zu Fördermitteln zu bekommen, sollten die Vereinsmitglieder 40 Prozent als Eigenanteil aufbringen. Diesen übernahm der Deutsche Tierschutzbund für den Verein. Die Inneneinrichtung der Gebäude besteht aus Spenden, teilweise von den Mitgliedern selbst gebaut.

Der Name Katzenauffangstation ist im übrigen historisch herausgewachsen. Nach der Wende und dem Abzug der ehemaligen Betriebe/ Kombinate gerieten viele Katzen in Vergessenheit. Einen vergleichbaren Tierschutz wie wir ihn heute kennen, gab es in der DDR nicht. Um für das wohl der freilaufenden Katzen zu sorgen, wurde eine Auffangstation eingerichtet. Katzen, die sich nicht rundumversorgen ließen, wurden an Futterstellen versorgt.

Info: http://www.tierschutzverein-strausberg.de/

Foto (Christian Stauch): Jörg Vogelsänger mit der Katzenliebhaberin Beate Altmiks.

 

 
 

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