Die Kriminalität in Brandenburg ist vergangenes Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellte am Donnerstag in Potsdam die Kriminalstatistik 2017 vor. Ein paar Zahlen zur gefühlten und aktuellen Sicherheit.
Die Kriminalität in Brandenburg ist vergangenes Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellte am Donnerstag in Potsdam die Kriminalstatistik 2017 vor. Ein paar Zahlen zur gefühlten und aktuellen Sicherheit.
„Im Jahr 2017 ist Brandenburg sicherer geworden“, sagte Schröter. Insgesamt wurden rund 175.000 Fälle erfasst, das sind 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag vergangenes Jahr allgemein bei 55,3 Prozent, das waren 2,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Deutlich der Rückgang bei Diebstählen, von denen fast 8700 weniger gezählt wurden als 2016. Wohnungseinbrüche gingen im Land Brandenburg von knapp 4.200 im Jahr 2016 auf knapp 3.200 im Jahr 2017 zurück (minus 25 Prozent). Dies ist auch der niedrigste Wert seit 2011. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruch beträgt 22,4 Prozent. Über 60 Prozent der Wohnungseinbrüche werden im Umland von Berlin gemeldet.
Die Gewaltkriminalität stieg dagegen an - um 400 Fälle auf gut 5100 Fälle. Die Aufklärungsquote bei Gewaltverbrechen lag allerdings bei 84 Prozent (+4,5 Prozent). Die beste seit zehn Jahren.
Mit 30 Rauschgifttoten (plus 9) wurde hier zudem ein Höchststand registriert.
Straftaten durch Zuwanderer machen insgesamt 6,5 Prozent der Gesamtkriminalität aus (2016: 5,4 Prozent), ohne ausländerrechtliche Verstöße 4,1 Prozent (2016: 3,2 Prozent).
In Brandenburg wurden 7015 Delikte pro 100.000 Einwohner gezählt - in Berlin liegt der Wert in etwa doppelt so hoch. Im Vergleich der 16 Bundesländer dürfte Brandenburg sich laut Schröter bei der Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner weiter verbessert haben.
Zur heute vorgestellten Kriminalitätsstatistik 2017 für das Land Brandenburg erklärt der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Daniel Kurth: „Noch nie konnten sich die Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg so sicher fühlen, insbesondere vor Einbrechern und Dieben. Das nimmt hoffentlich den Kritikern Wind aus den Segeln.“
Die Entwicklung sei in erster Linie der guten Arbeit der Polizistinnen und Polizisten zu verdanken. Auch die erfolgreiche Reform der Organisationsstrukturen bei der Landespolizei und die stärkere Präsenz auf der Straße, auf die wir als SPD-Fraktion gedrungen haben, zeigten positive Wirkung.
Der wachsende Anteil von Jugendlichen und Heranwachsenden unter den Tatverdächtigen – sollte durch Präventionsmaßnahmen wieder gesenkt werden. Dies sei Aufgabe für die staatlichen Institutionen, aber auch für die Gesellschaft.
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