Lernen mit der Gemüseakademie

Veröffentlicht am 26.09.2016 in Jugend

Das Erntedankfest der Schüler der Freien Schule Woltersdorf am Montag (26. September) ist für Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Gelegenheit, Werbung für die GemüseAckerdemie zu machen, die – wie hier in Woltersdorf - Kinder in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und in Österreich an Schulen und in Kindertagesstätten gärtnerisch begleitet.
 

 

Die Idee der GemüseAckerdemie e.V. :Gesundes Gemüse selbst anbauen , vermarkten und verarbeiten. Durch gemeinschaftliches Kochen und Essen soll das "junge Gemüse" lernen, Nahrungsmittel mit anderen Augen zu betrachten und damit entsprechend respektvoll umzugehen. Das langfristige Lernziel: Kindern am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Gemüse landwirtschaftliches Wissen und Verständnis für natürliche Wachstumsprozesse zu vermitteln.

Vogelsänger: „Seit dem Wegfall des Fachs "Schulgarten" aus dem Lehrplan ist die Vermittlung erster gärtnerischer Grundkenntnisse in den Sachunterricht oder in ‚Grüne Klassenzimmer‘ verschoben worden. Hier und da haben engagierte Lehrer die Schulgärten erhalten und dafür Arbeitsgemeinschaften gegründet. Im Ganzen ist aber viel verloren gegangen". Umso verdienstvoller seien Initiativen wie die der GemüseAckerdemie. Sie hätten es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder an den Gartenbau heranzuführen. Damit würden sie auch die Grundlagen einer gesunden Ernährung, der Biologie, der Ökologie, der Artenvielfalt und der Umwelt kennen lernen.
 
Seit dem Start 2014 ist die Ackerdemie eine Erfolgsgeschichte. Die GemüseAckerdemie betreut zurzeit 26 Projekte in Brandenburg und Berlin. In Brandenburg sind es acht Lernorte (sechs Schulen und zwei Kitas), in Berlin 18 Lernorte (13 Schulen und fünf Kitas). Der Initiator Dr. Christoph Schmitz setzt auf das Thema nachhaltige Landwirtschaft. Selbst in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, promovierte er als Agrarökonom und ist heute als Wissenschaftler im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung tätig.

 
 

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