Märkischer Wald und Heide als Klassenzimmer

Veröffentlicht am 24.08.2018 in Bildung

Eingang zum Klassenzimmer der Natur

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger überreichte am Freitag, 24. August, den diesjährigen Brandenburger Naturschutzpreis der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg an die Märkischen Garten der Grund- und Oberschule Maxim Gorki in Bad Saarow. Für den Erhalt des Gartens und dem Schulprojekt gab es € 1000,-.

„Die Kinder lernen hier, wie schwierig es sein kann, mit der Natur richtig umzugehen“, sagte eingangs Jörg Vogelsänger. Er verwies auf die jüngsten Waldbrände und die wochenlange Dürre mit ihren Auswirkungen in der ohnehin trockenen Mark Brandenburg.

Ein Beobachter könnte die 1,2 Hektor am Rande der Gemeinde Bad Saarow, Ortsteil Pieskow für ein normales Stück bewaldete Fläche halten. Nadelbäume wie gewohnt, dazwischen Eichen und Buchen. In der Mitte eine etwas kahle Fläche. Auf den zweiten Blick sieht man, dass etliche Gewächse mit Schildern versehen sind. Lateinischer und deutscher Name der Pflanze sind zu lesen. Dann hängen kleine Kunstgebilde an Ästen. Auch bunt bemalte Tonscheiben.

Verantwortlich für das gestalterische Treiben ist Kunstlehrerin Katharina Betke von der Grundschule Maxim Gorki. Seit zehn Jahren bindet sie den verwunschen Garten in ihren Unterricht ein. Besonders gern erarbeitet sie mit den Kindern ihrer Klassen Themen mit den Grimmschen Märchen.

Bei der kleinen Präsentation zur Übergabe des Preise zeigten die Kinder, wie sie „Frau Holle“ und den Hollerbusch auf einen Nenner brachten. Es ging dabei nicht nur um Hollunderblüten in Form von Saft und Beeren als Gelee. Mit dem Saft kann man schließlich auch malen und das Holz eignet sich für alles Mögliche. Auch als knorriger Ast mit einer kleinen Schublade (Ein Geschenk von Heiko Betke an seine Frau Katarina).

Bild rechts: Kinder der Maxim Gorki Schule und Kunstlehrerin Katharina Betke führen Jörg Vogelsänger (re) durch ihr Reich. (Fotos: Guhl)

Die beiden sind auch Eigner des Märkischen Gartens und überlassen für die Pädagogik der Maxim Gorki Schule. Heiko Betke: Mein Hobby und ihr Unterrichtmaterial.

Der Sinn der Anlage erklärt sich von selbst: Kinder spielerisch Verständnis wecken und an die Natur heran bringen. Die kleine Schar von Mädels und Jungen, die zum Schluss eifrig über Löwenzahn und Pusteblume vortrugen, hatten ihre Freude. Und belegten den Erfolg.

Das Projekt Märkischer Garten startete im Jahre 2008 zum 40. Jahrestag der Schule. Es soll den Sachkundeunterricht zusammen mit einem Landschaftsarchitekten auf einer Fläche von 1,2 Hektar ergänzen. Im Garten und im näheren Umfeld gibt es Wälder, Wiesen, sumpfigen Lärchengrund, Felder und Sandwege mit artenreichen Rainen.

Hier wurden im Rahmen des Projekts Trockenrasen, Feldgehölze, Birkenvor-, Kiefern- und Mischwald angelegt und werden unterhalten. Traditionelle Arbeitsweisen und Techniken der Land- und Forstwirtschaft sowie des Gartenbaus werden beispielsweise beim Pflanzen und Harzen, bei der Pechherstellung, beim Obst- und Kartoffelanbau, aber auch bei Holzgewinnung und Heuernte vorgestellt und eingeübt

Im Rahmen des europäischen Comenius-Projekts haben hier Lehrer aus Frankreich, Ungarn, Litauen und der Türkei von den Erfahrungen der Brandenburger Lehrer und Schüler im fächerübergreifenden Unterricht profitiert.

Aus Sicht der Jury sind vor allem die außergewöhnliche Vielfalt und der fächerübergreifende Ansatz mit starkem praktischen Bezug hervorzuheben. Die Projektinhalte werden hervorragend nach außen getragen und in das Schulprogramm eingebunden. Das Projekt erhielt bereits den Ludwig-Leichhardt-Preis sowie Auszeichnungen im Landeswettbewerb „Wir machen’s grüner“ und im Wettbewerb „Fair bringt mehr“ der regionalen Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree eG.

 
 

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