Mutmaßliche Mitgliedern und Unterstützer der „Letzte Verteidigungswelle“, einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung sitzen in Haft. Dazu erklärte Innenstaatssekretär Frank Stolper in Potsdam:
„Die Taten, die den Beschuldigten zugerechnet werden, sind äußerst schwerwiegend. Es ist erschreckend, wie jung die Beschuldigten sind. Der Verfassungsschutz Brandenburg hatte bereits vor Längerem vor diesen neu entstandenen rechtsextremistischen Strukturen gewarnt. Es bleibt zu hoffen, dass die Festnahmen heute und die weiteren Ermittlungen eine abschreckende Wirkung auf diese noch junge Szene haben werden. Die Festnahmen zeigen aber auch: Der Rechtsstaat handelt mit der gebotenen Entschlossenheit und notwendigen Härte.“
Die Bundesanwaltschaft hat fünf Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren festnehmen lassen, die zu einer rechten Terrorgruppe gehören sollen. Drei von ihnen sitzen bereits in Untersuchungshaft.
Die „Letzte Verteidigungswelle“ trat 2022 zum ersten Mal in Mecklenburg Vorpommern auf und gehört mit anderen Gruppierungen zum strukturellen Kern des neu formierten „gewaltorientierten subkulturellen Neonationalsozialismus“.
Mit Brandanschlägen auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen wollte die Gruppe demnach das demokratische System der Bundesrepublik zum Zusammenbruch bringen. Sie verstehe sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“, so die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde.
Unter den bundesweit vertretenen Strukturen ist die „Letzte Verteidigungswelle“ nach Einschätzung des brandenburgischen Verfassungsschutzes eine Gruppierung im mittleren zweistelligen Bereich mit hoher Gewaltbereitschaft. Sie erinnert an die Baseballschläger-Jahre“ – mit Hinweis auf die Skinheads der 1990er- und beginnenden 2000er-Jahre.