Wie wird aus einzelnen Bauteilen ein Elektroauto? Und was bedeutet ein großer Industriestandort für seine Nachbarschaft? Diese Fragen standen am 30. Oktober 2026 beim Besuch einer Gruppe mit dem Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger im Tesla-Werk in Grünheide im Mittelpunkt. Von Maurice Heilmann
Bei einer Führung durch die Produktion konnten die Besucherrunde die einzelnen Fertigungsschritte kennenlernen. Die Einblicke machten anschaulich, wie automatisierte Technik und die Arbeit der Beschäftigten zusammenwirken, bis aus zahlreichen Komponenten ein fertiges Fahrzeug entsteht.
Auch das „Hinterteil“ des Model Y hat es technisch in sich: Ein großer Teil der hinteren Unterbodenstruktur wird aus einem einzigen Guss gefertigt. Wo sonst zahlreiche Einzelteile zusammengefügt werden müssen, entsteht so ein großes Bauteil. Dieses sogenannte Gigacasting zeigt, wie Tesla den Fahrzeugbau vereinfacht und Fertigungsschritte zusammenfasst.
Anschließend richtete sich der Blick über die Werkshallen hinaus: Im Gespräch mit Mitarbeitern ging es um Arbeitsbedingungen, Arbeitsplätze und Ausbaupläne ebenso wie um Steuern, die regionale Entwicklung und das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens vor Ort. Welche Perspektiven bietet der Standort? Wie profitieren die umliegenden Kommunen? Und wie gelingt ein gutes Miteinander von Werk und Nachbarschaft?
Jörg Vogelsänger betreut als Landtagsabgeordneter diesen Teil des benachbarten Wahlkreises. Der direkte Austausch bietet ihm die Möglichkeit, Anliegen aus der Region aufzugreifen und in seine parlamentarische Arbeit einzubringen. Die Entwicklung des Tesla-Standorts berührt dabei viele Themen, die die Menschen unmittelbar beschäftigen – von Beschäftigung und wirtschaftlichen Perspektiven bis zur Infrastruktur vor Ort.
Der Besuch bot Gelegenheit, die Produktion aus nächster Nähe kennenzulernen und zugleich über Chancen und Herausforderungen für Grünheide und die Region zu sprechen.