Unattraktive Plattenbauten: Grünes Licht für Abriss-Projekt in Rüdersdorf

Veröffentlicht am 25.08.2014 in Kommunalpolitik

Rüdersdorf – Die amtsfreie Gemeinde Rüdersdorf wird aus Mitteln des Programms Rückbau in kleinen Städten 674.000 Euro für den Rückbau von 176 Wohnungen einsetzen können. Den entspreechenden Förderbescheid überreichte Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger am Montag, 25. August 2014, an Rüdersdorfs Bürgermeister André Schaller.

Mit dem Geld werden in den Wohngebieten „Brücke“ in Rüdersdorf und „Albrecht Thaer“ im Ortsteil Hennickendorf 176 Wohnungen rückgebaut. Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger stellt für den Rückbau in kleinen Städten für die Jahre 2014 bis 2018 einmalig elf Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen Wohnungsunternehmen in kleinen und mittleren Städten in die Lage versetzt werden, nicht vermietbare Wohnungen abzureissen.

In den vergangenen Jahren konnten in Brandenburg im Stadtumbau II der Leerstand in den größeren Städten durch Abriss wirksam gemindert werden, während in Klein- und Mittelstädten in ländlich geprägten Regionen der Leerstand weiter gestiegen ist.

Das Programm richtet sich an Städte bis 20.000 Einwohner. Rüdersdorf zählt heute 16.000 Einwohner. Rüdersdorf hat in den vergangenen Jahren durchaus Zuzug erlebt – aber nicht in die Plattenbauten. Wohnungsunternehmen mit hohem Anteil an alten Wohnungen aus DDR-Zeiten stehen damit vor großen Problemen. Für die jüngere Generationen sind diese unattraktiv, für die ältern werdenden Menschen ungeeignet. Der Ort Rüdersdorf, vor allem wegen seines Kalkstein-Tagebaus berühmt, besitzt zu diesem Thema eines der größten Freilichtmuseen des Landes.

 

 
 

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