Was ist eigentlich: Sandiger Tieflandbach

Veröffentlicht am 21.03.2018 in Umwelt

Beim Spaziergang durch Wald und Flur laufen wir etwas achtlos daran vorbei. Am murmelnden Bad mit seinen Biegungen und typischen Uferrändern. Mal versandet, mal mit (steilem) Ufer. Wie die Bezeichnung „Sandiger Tieflandbach“ schon vermuten lässt, sind damit kleine Fließgewässer gemeint, deren Sohle überwiegend aus Sand besteht, mit kleinen Anteilen von Kies oder organischem Material. Der Fachmann erklärt.

Das Profil dieser Bäche ist natürlicherweise flach. In der Regel sind Mäander mit steilen Prallhängen und flachen Gleithängen ausgebildet. Im Gewässerumfeld kommt es nicht selten zu Niedermoorbildungen. Typisch ist der Wechsel zwischen längeren, ruhigen Abschnitten und kurzen Bereichen mit schnellerer Strömung. Totholz, Baumwurzeln und Wasserpflanzen gehören zum typischen Erscheinungsbild und bremsen den Abfluss und den Sedimenttransport. Nicht untypisch für Brandenburg: Etwa ein Zehntel aller Fließgewässer sehen so aus.

Beispiele für diesen Gewässertyp: der Oberlauf der Buckau und die Plane, zwei Nebenflüsse der Havel, sowie die Obere Dönnnitz, die der Stepenitz zufließt, und die Lutzke im Landkreis Spree-Neiße.

Der "Sandige Tieflandbach" ist Lebensraum vieler wirbelloser Tierarten, die auf Totholz oder im lockeren Sand leben können und sich zum Beispiel von FaIllaub ernähren. Dazu zählen etwa Larven von Steinfliegen- und Köcherfliegenarten sowie kleine Krebstiere. Zu den natürlich vorkommenden Fischen gehören Bachforelle, Schmerle und Groppe sowie die Elritze.

Gemäß Europäischer Wasserrahmenlinie werden das Artenspektrum und die Verbreitung dieser Arten regelmäßig untersucht. Wo sich Gewässer noch nicht im geforderten guten Zustand befinden, sind weitere Sanierungs- und Schutzmaßnahmen notwendig, darunter auch an etlichen sandigen Tieflandbächen.

Brandenburgs Umweltministerium stellt jedes Jahr mehrere Millionen Euro bereit, um die Durchgängigkeit der Gewässer wieder herzustellen, ihre Sohl-, Ufer- und Auen-Strukturen naturnäher zu gestalten und unerwünschte Stoffeinträge zu vermindern. So sind allein für das Jahr 2018 verbessernde Maßnahmen im Umfang von 12 Millionen Euro geplant. Langfristiges Ziel ist es, Flüsse und Seen, darunter auch die sandigen Tieflandbäche, wieder als intakte Ökosysteme aufzubauen. Ihr vielfältiger Nutzen wie natürlicher Hochwasserschutz, Filter für Nähr- und Schadstoffe sowie Raum für Naherholung und Sport werden dem Anliegen des Weltwassertags gerecht und kommen allen zugute.

Jährlich am 22. März wird der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltwassertag begangen. Der Weltwassertag 2018 soll für eine stärkere Berücksichtigung naturnaher Potenziale von Ökosystemen im Gewässermanagement werben. Am Weltwassertag wird seit 2011 bundesweit ein Gewässertyp des Jahres in den Fokus gerückt. In diesem Jahr ist es der „Sandige Tieflandbach“.

 
 

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