In den letzten Wochen und Monaten des Jahres 2016 wurden in Brandenburg etliche LEADER-Projekte in die Wege geleitet. Finanzielle Unterstützung erhielten Kitas, Segelvereine, ein Kulturzentrum und Gemeinden für den Ausbau von Straßen und Radwegen. Minister Jörg Vogelsänger überreichte die Förderbescheide. Eine Übersicht!
Frischer Wind für den Segelverein
Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze und Manfred Schmatz, Vorsitzender des Segelverein Ciconia Storkow e. V. – freuen sich über ein runderneuertes Vereinsheim. Fassade des Heims, Dach, Traufkante, Dachkästen, Heizraum, Fenster, Fliesen, Küche, Holzgeländer und Terrasse werden saniert. Auch die Bootshalle erhält ein neues Dach. Die Gesamtkosten kalkuliert der Verein auf rund 177.000 Euro. Aus Fördermitteln der Ländlichen Entwicklung (LEADER) steuert das Agrarministerium rund 132.500 Euro, also aus dem EU-Agrarfonds ELER und Landesmitteln bei. Ciconia steht übrigens lateinisch für Storch. Vereinsheim des Segelvereins, 15859 Storkow, Am Werder 1
Schöner Garten für den Kindergarten
Bürgermeister Detlef Korbanek kann in Neuhardenberg die Sanierung der Außenanlagen der Kita auf den Weg bringen. Hierfür werden in der Gemeinde knapp 270.000 Euro benötigt. Land und EU beteiligen sich aus dem ELER mit rund 201.600 Euro. Kita, 15320 Neuhardenberg, Mühlenweg 4
Schecks für Hofladen, Kulturzentrum und Mehrzweckhäuser
In Heinersbrück (Landkreis Spree-Neiße) übergab Minister Jörg Vogelsänger einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 61.000 Euro (49.000 EU-Mittel und 12.000 Landesmittel) an Ralf Gründer überreichen. Die Gesamtkosten betragen rund 163.000 Euro. Mit dem Neubau des Hofladens mit Lagerraum in Heinersbrück soll für die Region eine neue Einkaufsmöglichkeit zur Nahversorgung mit regionalen Produkten von Kooperationspartnern geschaffen werden. Im Angebot Waren des täglichen Bedarfs und Produkten aus der eigenen gartenbaulichen Produktion und Verarbeitung von Obst, Beeren und Kräutern. Die Beschriftung der Produkte erfolgt auch in sorbisch/wendischer Sprache. Mit dem Laden soll zugleich ein Kommunikationsort in der Gemeinde geschaffen werden. Besonderes Augenmerk wird bei der Gestaltung auf die älter werdende Dorfbevölkerung und auf barrierefreien Zugang gelegt.
Das Kulturzentrum Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) erhielt einen Förderbescheid in Höhe von rund 174.000 Euro (EU-Mittel) für die Erneuerung des Kulturzentrums Friedhofstraße. Der Großräschener Bürgermeister Thomas Zenker übernahm ihn feierlich. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen rund 255.000 Euro.
Die Friedhofstraße verbindet die Innenstadt mit den nördlichen Siedlungsgebieten. Zudem ist Sie mit der Kirche, dem Vereinssportgelände, der freiwilligen Feuerwehr sowie Ärzten und Apotheke ein kulturelles Zentrum von Großräschen.
Mit den Fördermitteln werden die Heizungsanlage des Sport- und des Feuerwehrgebäudes energieeffizient erneuert. Zudem wird die Fassade des Sportgebäudes energetisch saniert. Beide Gebäude sind im Stadtgefüge wichtige Kommunikationsorte. Sie werden durch die freiwillige Feuerwehr und ehrenamtliche Vereine genutzt. Die Feuerwehr Nord engagiert sich mit einer Kinder- u. Jugendfeuerwehr und ist dafür der zentrale Anlaufpunkt in der Stadt.
Der gemeinnützige Sportverein bietet unter anderem Fußball, Kegeln, Kraftsport, Volleyball und Tennis an. Zwischen Sozialarbeit, Sportverein und den Schulen erfolgt eine abgestimmte Zusammenarbeit.
Mehrzweckhäuser in Kostebrau
Minister Jörg Vogelsänger übergab im Ortsteil Kostebrau der Gemeinde Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) an Bürgermeister Roland Pohlenz einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 450.000 Euro (EU-Mittel). Die Gesamtkosten für die barrierefreie und energetische Sanierung des Ortsteilzentrums betragen rund 691.000 Euro.
Die Gebäudekomplexe einer ehemaligen Schule und KITA werden gegenwärtig von ortsansässigen Vereinen genutzt. Sie stellen das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens im Ortsteil Kostebrau dar. Dort werden soziale Kontakte gepflegt und dörfliche sowie regionale Traditionen gepflegt.
Die in Kostebrau bestehenden Vereine haben insgesamt 251 Mitglieder. In Eigenregie der Vereine wurden bereits innerhalb der bestehenden baulichen Hülle zahlreiche Räume renoviert und für die Vereinsnutzung hergerichtet. Im harmonischen Nebeneinander nutzen der Jugendclub und der Seniorenclub die ehemaligen Klassenräume im Mehrzweckhaus 1.
Die im gleichen Gebäude befindliche Mehrzweckhalle bildet das Herzstück des Ortsteilzentrums. Dort findet der ganz jährliche Trainingsbetrieb in Tischtennis, Gymnastik und Volleyball statt, dort probt auch die Funkengarde des Karnevalsclubs. Das Mehrzweckhaus 2 nutzen der Kultur- und Heimatverein, der Förderverein Kostebrau sowie der Ortsbeirat.
Zur Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzung werden die Gebäudehüllen saniert. Zur nachhaltigen Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz wird die Heizungsanlage erneuert. Bei der Sanierung der Gebäude werden behindertengerechte Zugänge und barrierefreie WC-Anlagen geschaffen.
Feldsteinpflaster dürfen auf der Straße bleiben
Als ein Beispiel, wie Kommunen bei Förderprojekten über Gemeindegrenzen erfolgreich zusammenarbeiten können, gilt das Wegprojekt zwischen Uenze und Düpow: „Eine für die Region wertvolle Wegebeziehung wird wieder hergestellt“, so Vogelsänger.
Die betroffenen Flächen gehören einerseits zur Stadt Perleberg sowie zur Gemeinde Plattenburg. Deshalb standen gleich zwei Bürgermeisterinnen bereit, um den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben offiziell entgegen zu nehmen – Anja Kramer für die Gemeinde Plattenburg und Annett Jura für Perleberg. „Gemeinsam haben sich hier Kommunalpolitiker – im Wortsinn – auf den Weg gemacht, um die Feldsteinpflasterstraße als wertvolles Landschaftselement zu erhalten“, so Vogelsänger. Das Vorhaben sei Bestandteil der Stadt-Umland-Kooperation „Ankommen und hier bleiben – familienfreundliche Region Westprignitz“.
Der Weg wird von Uenze in Richtung Düpow bis hinter den Jeetzebach auf einer Länge von 637 Metern ausgebaut. Dafür sind rund 168.500 Euro vorgesehen. Über das LEADER-Programm beteiligt sich das Ministerium mit EU- und Landesmitteln in Höhe von 126.300 Euro.
Zur Wegeverbindung zwischen Uenze und Düpow gehört die Brücke über die Jeetze. Die Brücke musste aufgrund baulicher Mängel gesperrt werden. Gerade für die ortsansässigen Landwirte, die hier häufig auf ihre Flächen müssen, bedeuteten die wesentlich längeren und zeitaufwendigen Umfahrungen einen Mehraufwand. Feldsteinpflaster und der unbefestigte Sommerweg genügen den Ansprüchen von Radtouristen kaum mehr. Entlang des Weges werden außerdem acht Obstbäume gepflanzt.
Leinen los am Hohennauener See
Auf dem Gelände des Rathenower Segler-Club e.V. im Ortsteil Semlin wird ein neuer Bootssteg für Sportboote entstehen. Dem Verein gehören 85 Mitglieder an. Am Hohennauener See soll für knapp 260.000 Euro ein Ersatzneubau gebaut werden. Den größten Anteil trägt das LEADER-Programm mit 155.500 Euro aus dem EU-Agrarfonds ELER und rund 39.000 Landesmitteln. Vogelsänger: „Damit sollen Angebote für Urlaub und Freizeit in der havelländischen Kulturlandschaft verbessert werden. So können an der neuen Steganlage Fahrtensegler und Wasserwanderer mit ihren Booten anlegen.“
Vorgesehen ist der Rückbau des Steges aus dem Jahre 1962 sowie der Neubau eines barrierefreien Schwimmstegs für Sportboote. Die Kapazität mit 42 Bootsliegeplätzen soll für Gastlieger und neuen Mitgliedern zur Verfügung stehen. Derzeit werden 33 Liegeplätze für private und vereinseigene Boote genutzt. Das Vereinshaus des Rathenower Segler-Vereins wurde bereits in den Jahren von 2009/2010 mit Fördermitteln saniert (Gesamtkosten 240.600 Euro, Fördermittel: 148.000 Euro). Rathenower Segler-Club e.V. im OT Semlin, Seeufer 6, 14712 Rathenow OT Semlin
Wieder mit dem Rad zwischen Werneuchen und Hirschfelde
Der Zuwendungsbescheid hört auf den Namen „Wiederherstellung des Ortsverbindungswegs Werneuchen-Hirschfelde als Radweg“. Dafür sind insgesamt rund 522.000 Euro veranschlagt. 391.000 Euro steuert das Agrar- und Umweltministerium über LEADER, das Förderprogramm für die Ländliche Entwicklung, aus EU-Mitteln (ELER-Mittel) und Landesmitteln bei.
Mitte der Dreißigerjahre wurde durch den Bau der Jagdfliegerschule und des Flugplatzes die Ortsverbindung zwischen Werneuchen und Hirschfelde gekappt. Entlang der ehemaligen Verbindungsstraße wurde ein Wall errichtet, der das Flugplatzgelände nach Norden hin abgrenzt. Zwischen dem Wall und dem Rollfeld befinden sich so genannte Shelter (Bunker für Flugzeuge), die sich teilweise auf kommunalem Grundstück befinden. Vom Weg ist derzeit nur noch ansatzweise ein unbefestigtes Stück erkennbar. Die alte Ortsverbindung soll für Radfahrer und Wanderer nutzbar werden und wird dementsprechend auf einer Länge von einem Kilometer und in einer Breite von zweieinhalb Metern als Asphaltweg, zuzüglich beidseitigem Bankett von je 0,75 Meter, ausgebaut. Dafür müssen Ruinen abgerissen und überwucherte Flächen freigelegt werden. So wird für Radfahrer, insbesondere auch für die Schulkinder, ein kürzerer und sicherer Weg geschaffen und das Radwegenetz für Tourismus verbessert. Das Radwegekonzept der Barnimer Feldmark kommt damit einen Schritt weiter.
Die Biesenthaler Vertreter André Nedlin (Amtsdirektor) und Carsten Bruch (ehrenamtlicher Bürgermeister) erhielten einen LEADER-Förderbescheid für die Gestaltung des Ortseingangs der Stadt. Hier werden rund 89.500 Euro investiert, davon 64.600 Euro aus ELER- und Landesmitteln.
Die Maßnahmen: Der zerfahrene und unattraktive südliche Ortseingang der Stadt Biesenthal wird umgestaltet. Geordnete Fahrwege, Pkw- und Fahrrad-Stellplätze und Abstellmöglichkeiten entstehen, weiterhin Sitzgruppen (frei und überdacht), Infotafeln sowie neu zu pflanzende Gehölze. Da der südliche Ortseingang direkt an den Radweg Berlin-Usedom grenzt, ist die Gestaltung dieses Bereichs auch ein Beitrag zur Verbesserung touristischer Angebote in der Region, so die Begründung.
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