Weltnaturerbe: Europas Buchenwälder wachsen

Veröffentlicht am 12.07.2017 in Umwelt

Das Welterbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ ist größer geworden. Das UNESCO-Komitee in Krakau hat weitere 63 Buchenwälder in zehn europäischen Ländern in die Welterbeliste aufgenommen. Der erweiterte Bestand trägt nun den sperrigen Namen „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“.

Mit der Erweiterung um rund 61.000 Hektar (ha) sind nun in der jetzt zwölf Staaten umfassenden Welterbestätte rund 100.000 ha Buchenwälder (1000 km²) besonders geschützt. „Nun können diese besonders wertvollen Buchenwälder, die es nur in Europa gibt, als Erbe der Menschheit für die Nachwelt erhalten werden“, erklärte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger. Er gratulierte zu diesem großen Erfolg für den europäischen Naturschutz und dankte dem federführenden Land Österreich für die Koordination und das engagierte Eintreten für das gemeinsame Naturerbe. Brandenburg gehört seit dem Jahr 2011 mit dem Teilgebiet Grumsin (590 ha) im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin zum Weltnaturerbe.

Buchen waren einst der Baum in Europas Wäldern. Nach der letzten Eiszeit setzt sich der Baum gegen die bis dahin vorherrschenden Eichen durch. Für weiterführende Informationen auf Smartphones bietet sich auch die App Weltnaturerbe (Bild rechts einfach anklicken) Buchenwälder für IOS (Apple) und Android an.

Doch mittlerweile sind die einst ausgedehnten Buchen(ur)wälder eine Seltenheit geworden. Um die letzten europäischen Flächen zu bewahren, hat das UNESCO-Komitee die bereits bestehende trilaterale Welterbestätte, zu denen auch fünf Wälder in Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Thüringen) zählen, vervollständigt.

Jetzt gehören deshalb Buchenwälder in Albanien, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ukraine ebenfalls zum Welterbe der Menschheit. Die ausgewählten Gebiete variieren stark in ihrer Größe: von 6,5 ha (65.000 m²) eines atlantischen Buchenwalds bei Brüssel bis hin zu 5.100 ha in den rumänischen Karpaten.

 
 

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