Zukunft planen: Weichen stellen in der S-Bahn-Region

Veröffentlicht am 19.03.2017 in Kommunalpolitik

Das Thema hieß recht trocken „Demografie und Infrastruktur in der S-5 Region“. Dahinter verbirgt sich allerdings deutlich mehr. Es geht um die Gestaltung einer ganzen Region vor den Toren Berlins. Grund genug für den Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger des Wahlkreise 31 zu einem Gedankenaustausch mit Politikern und Mandatsträgern der Region im Osten Berlins einzuladen.

Berlin platzt aus allen Nähten: 250.000 Zuzüge innerhalb von fünf Jahren, das entspricht 2,5 Großstädte nach deutschem Maßstab. Das strahlt auch in die Peripherie. Alle Städte und Gemeinden der S 5 Region haben sich vor wenigen Jahren noch auf schrumpfende Einwohnerzahlen eingerichtet.

Doch jetzt steigen die Geburtenzahlen. Vor allem Berliner zieht es plötzlich an den Stadtrand. Es locken niedrigere Mieten, ruhigere Schulen. Der Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Dies ist auf der einen Seite erfreulich, stellt die Kommunen jedoch vor große Herausforderungen. Die notwendigen Infrastruktur fehlt, muss angepasst und neu geschaffen werden. Überall werden deshalb neue Kitas und Grundschulen gebaut. Dies reicht aber nicht. Es fehlt auch an Plätzen in weiterführenden Schulen, Sportstätten, Freizeiteinrichtungen, Verkehrsinfrastruktur, bezahlbarem Wohnraum. So die Meinung der Diskussionsrunde.

Einiges hiervon muss jede Gemeinde für sich allein schaffen und kann das auch, das einhellige Urteil Bei anderen Projekten sei allerdings interkommunale Zusammenarbeit notwendig. Hier würde es noch mangeln.

Dies hat nicht zuletzt die Debatte um das geplante Hallenbad für Neuenhagen gezeigt. So ein Beispiel unter vielen. Der Bedarf für ein solches Bad sei unumstritten. Ebenso, dass ein solches Projekt nicht von einer Gemeinde allein zu stemmen ist. Der gemeinsame Bau und Betrieb eines solchen Bades wäre problemlos zu leisten. Es fehle aber eine Struktur, die solche interkommunale Zusammenarbeit ohne Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung vorantreiben könne.

Die Diskussionsrunde: Es ist zu prüfen, ob dies durch einen gemeinsamen Zweckverband oder durch einen Kooperationsvertrag analog des früheren zwischen Hoppegarten und Neuenhagen geschehen kann.

Gekommen waren: Landrat Gernot Schmidt, der Bundestagskandidat Stephen Ruebsam, die Kreistagsvorsitzende Sibylle Bock, der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Jürgen Hitzges, der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Jörg Lehmann sowie Fraktionsmitglieder und Vorstandsmitglieder der SPD aus Neuenhagen, Altlandsberg, Hoppegarten, Rüdersdorf und Strausberg.

Bericht: Marianne Hitzges

 
 

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