Busse und Bahnen: Aber bitte mit Maske!

Veröffentlicht am 25.04.2020 in Gesundheit

Ab Montag, den 27. April ist eine Mund-Nasen-Bedeckung im Öffentlichen Personen Nahverkehr Pflicht (ÖPNV). Wie auch beim Betreten von Geschäften. Diese gesetzlichen Vorgaben sind in Berlin und Brandenburg einzuhalten. Und kurz noch etwas zur jüngsten Geschichte von Seuchen...

Als Mund-Nase-Bedeckung gelten einfache Schutzmasken oder selbstgenähte Modelle. Zum Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus ist weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Fahrgäste, die genügend Zeit mitbringen, sollten Bus und Bahn außerhalb der üblichen Hauptverkehrszeiten nutzen. Das schafft den nötigen Abstand

Mit dem schrittweisen Hochfahren des öffentlichen Lebens wird auch das Bus- und Bahnangebot zum alten Rhythmus wieder finden. Ab 4. Mai 2020 werden die S-Bahn Berlin, der Bahn-Regionalverkehr, die BVG und die Busse und Straßenbahnen in Brandenburg auf fast allen Linien wieder das reguläre Angebot zur Verfügung stellen. Es können sich allerdings kurzfristig Fahrplanänderungen ergeben! Die Fahrgäste sollten sich aktuell auf der Homepage des VBB oder über die Smartphone-Apps von VVB, S-Bahn Berlin, DB und BVG informieren.

Die Verkehrsbetriebe Berlin Brandenburg (VBB) appellieren an ihr Fahrgäste, die Mund-Nasen-Bedeckung im gesamten öffentlichen Raum zu tragen – auch aus Rücksichtnahme und Respekt gegenüber anderen.

Blick in die Geschichte der Seuchen

Nun sinkt die Zahl der mit COVID-19 Neuinfizierten seit Tagen. Auch die Zahl der Corona-Opfer in Deutschland hält sich im Vergleich zu anderen Ländern bemerkenswert niedrig. Doch jetzt schon auf Lockerung oder gar auf ein Aufheben der Beschränkungen zu bestehen, wäre nicht nur riskant sondern auch noch leichtsinnig. Man muss sich gar nicht in die ausufernde Diskussion um Anteile von Infizierten, den Reproduktionszahl oder die Sterblichkeit bei Erkrankten mit oder ohne Vorschäden einlassen.

Die Spanische Grippe verbreitete sich zwischen 1918 – gegen Ende des Ersten Weltkriegs – und 1920 in drei Wellen. Damals lebten etwa 1,8 Milliarden Menschen auf der Welt. Zwischen 27 Millionen und 50 Millionen starben. Heute leben fast acht Milliarden Menschen auf unserem Planeten.

Eigentlich war sie US-amerikanischen Ursprungs – die neue Form der Grippe. Der Virus sprang im ländlichen County Haskell im südlichen Mittelwesten der USA im Bundesstaat Kansas vom Huhn auf den Menschen über. Ausgerechnet auf einen jungen Burschen, der wenig später in der US-Armee als Koch Essen verteilte. Und nach Europa verschifft wurde. Der Rest ist Geschichte. Ein paar Jahre starteten die Goldenen Zwanziger. Also ob nichts gewesen wäre!

Das Gedächtnis der Menschen ist kurz, vielleicht gerade wenn es um überstandenes Leid, Katastrophen oder Krankheiten geht. Oder können sich die Älteren an eine Grippewelle Ende der Sechziger Jahre? Die Hongkong-Grippe brach 1968 aus. Zirka eine Million Menschen starben, in der Bundesrepublik etwa 40.000. Der Virus entstand aus einer Kombination von Geflügelpest-Viren mit Influenzaviren. Seuchen können schnell ausbrechen Wir sollten uns also Sorgen machen!

Wie absurd klingt das der Vorschlag des US-amerikanischen Präsidenten, den Corona Virus mit Chlorbleiche zu bekämpfen (injiziert) oder sich auf ein Malariamittel zu verlassen. Zur Zeit gibt es weder Impfstoff oder ein wirksames Medikament! Gegenwärtig können wir uns nur auf die klassischen Methoden der Seuchenbekämpfung verlassen: Hände waschen, Abstand halten und Maske tragen!

 
 

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