Arbeitsmarkt Oktober 2018: Gute Zahlen aber nicht blenden lassen

Veröffentlicht am 31.10.2018 in Wirtschaft

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Oktober 2018 in Brandenburg 77.194 Menschen arbeitslos, davon 34.241 Frauen (44,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 5,8 Prozent um 0,6 Punkte unter dem Vorjahr.

  • Das sind 1.708 Personen weniger als im September 2018 und 7.433 weniger als im Oktober 2017.

  • Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 5,2 Prozent auf 5.395 gesunken.

  • Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 30.766 gesunken.

  • Im August 2018 hatten 852.500 Brandenburgerinnen und Brandenburger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 15.800 Personen mehr als vor einem Jahr.

„Doch von der guten Entwicklung partizipieren auch in unserem Land noch lange nicht alle. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen und auch von Alleinerziehenden kann uns nicht zufriedenstellen. Sorgen bereitet mir auch, dass im dritten Jahr in Folge, die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze weiterhin groß ist“, sagt Arbeitsministerin Susanna Karawanskij.

Wettlauf um Nachwuchs

Notwendig sei es offenbar, weitere Hebel in Bewegung zu setzen, um das Interesse von jungen Menschen an einer beruflichen Ausbildung zu wecken. Neben einer guten schulischen Berufsorientierung komme es Immer mehr auf das Image der Berufe und der Ausbildungsbetriebe an. „Brandenburg hat da einiges zu bieten, ob in mittelständischen Unternehmen oder im Handwerk. Ich kann den jungen Leuten nur raten: Mach’s in Brandenburg“, so Karawanskij. Der Wettlauf um ausbildungsinteressierte Jugendliche sei in vollem Gange.

Eine gute Möglichkeit, auch als kleineres Unternehmen gute Ausbildung anzubieten, ist die Zusammenarbeit mit anderen Ausbildungsbetrieben im Rahmen der Verbundausbildung. Das Land fördert diese kooperativen Zusammenschlüsse und hat im Rahmen der ESF-geförderten Ausbildungsrichtlinie sogenannte Servicestellen für Verbundausbildung eingerichtet, die alle Ausbildungsbetriebe dazu beraten.

 
 

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