
Mit dem Rad nach Erkner und zurück, kurze Wege zu Tesla. Mit der heutigen Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Fangschleuse geht ein wichtiges Infrastrukturprojekt für Grünheide und die gesamte Region in Betrieb. Maurice Heilmann aus Grünheide berichtet.
Der neue Bahnhof liegt rund zwei Kilometer westlich des bisherigen Standorts und damit unmittelbar am Industriegebiet Freienbrink. Er ist auf die gestiegenen Anforderungen an den Personenverkehr ausgerichtet. Die neuen Bahnsteige sind 220 Meter lang und ermöglichen damit auch den Halt längerer Züge. Der Bahnhof ist barrierefrei ausgebaut. Abstellpätze für Räder inklusive.
Szenen einer feierlichen Eröffnung (Bild, unten Mitte) : Am Radweg zwischen Erkner und Fangschleuse durchschnitten zahlreiche "Promis" das obligate Band.
Für Jörg Vogelsänger, Landtagsabgeordneter für Erkner und die Region: „Der neue Bahnhof Fangschleuse ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Region. Dass ein Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung in vergleichsweise kurzer Zeit umgesetzt werden konnte, ist ein starkes Signal. Die vielen Pendlerinnen und Pendler sind auf einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr und gute Verbindungen nach Berlin und Frankfurt (Oder) angewiesen. Von dieser Entwicklung profitiert nicht nur der Industriestandort, sondern vor allem die Menschen in unserer Region.“
Von der neuen Verkehrsstation soll zugleich Erkner profitieren. Der Bahnhof Erkner ist bereits heute ein zentraler Umsteigepunkt für den Regionalverkehr, die Berliner S-Bahn und den Busverbindungen. Ein Bahnhof Fangschleuse trägt dazu bei, Verkehrsströme besser zu verteilen und insbesondere den Pendler- und Berufsverkehr in Richtung des Industriegebietes stärker direkt über Fangschleuse abzuwickeln. Dadurch können der Bahnhof Erkner, die dortigen Umsteigebeziehungen und auch die Straßenverbindungen im Umfeld entlastet werden.
„Die Entlastung Erkners ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt. Viele Beschäftigte können künftig direkt in Fangschleuse aussteigen und müssen nicht mehr den Weg über Erkner nehmen. Wenn wir die Verkehre besser verteilen, profitieren davon nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Menschen in Erkner und in den umliegenden Gemeinden“, so Vogelsänger.
Auch für den Regionalverkehr auf der stark frequentierten Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) schafft der Neubau zusätzliche Voraussetzungen mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und damit die Straßen in der Region zu entlasten.
Mit der neuen Radwegeverbindung wird deutlich, dass eine moderne Verkehrsstation nicht allein aus Bahnsteigen und Gleisen besteht. Entscheidend ist, dass der Bahnhof aus den umliegenden Orten sicher und möglichst unkompliziert erreicht werden kann“, erklärt Vogelsänger.
Mit der heutigen Inbetriebnahme ist die Entwicklung rund um Fangschleuse noch nicht abgeschlossen. Weitere Arbeiten an der Verkehrsanbindung und der Infrastruktur werden folgen.
„Heute können wir uns über einen wichtigen Fortschritt für Grünheide, Erkner und die gesamte Region freuen. Die schnelle Umsetzung zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen. Jetzt kommt es darauf an, die weiteren Verkehrsanbindungen ebenso konsequent voranzubringen.“