Bauten des Landes zu besichtigen

Veröffentlicht am 26.06.2014 in Allgemein

Zum Tag des Architektur am 29. Juni laden zahlreiche Institutionen in Brandenburg zum Tag der offenen Tür und stellen ihre neuen Gebäude und Anlagen vor. Sie wurden in den zurückliegenden drei Jahren gebaut oder umgebaut.

Darunter sind folgende Landesbauten vertreten:

  • Uni Potsdam, Standort Campus in Golm, Neubau Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum,
  • Uni Potsdam, Standort Campus in Golm, Neugestaltung der Außenanlagen,
  • Uni Potsdam, Standort Campus Griebnitzsee, Neugestaltung der Außenanlagen,
  • Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Standort Waldcampus, Neubau Mensa,
  • Landesbetrieb Forst Brandenburg, Sanierung Oberförsterei Schönebeck

Hier hat das Land mitfinanziert:

  • Stadt Velten, Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes
  • Stadt Frankfurt/Oder, Erweiterung Kleist-Museum
  • Jugendbildungszentrum Blossin, Lernwerkstatt und Übernachtungshaus
  • Stadt Senftenberg, Stadthafen
  • Spreewald Therme, Thermenhotel Spreewald
Tag der Architektur am 29. Juni: Vogelsänger und Görke rufen zur Besichtigung auf

Potsdam – Bauminister Jörg Vogelsänger und der für Landesbauten zuständige Finanzminister Christian Görke haben gemeinsam dazu aufgerufen, am Sonntag die Gebäude und Anlagen im Land Brandenburg zu besichtigen, die im Rahmen des Tages der Architektur für Interessierte offen stehen. Die bundesweite Veranstaltung am 29. Juni steht diesmal unter dem Motto „Architektur bewegt“. Der Tag der Architektur lädt dazu ein, sich mit Architektur und Baukultur auseinander zu setzen.

In Brandenburg können an diesem Tag landesweit ausgewählte 43 Gebäude und Anlagen unter fachkundiger Führung der jeweiligen Architektinnen und Architekten besichtigt, begangen und kennengelernt werden, die in den vergangenen drei Jahren gebaut oder umgebaut wurden. Darunter befinden sich neben privaten, kommunalen und kirchlichen Bauvorhaben fünf Landesbauvorhaben und fünf weitere Bauvorhaben, die durch das Land Brandenburg über Zuwendungen mitfinanziert wurden. Die 43 von der Architektenkammer Brandenburg ausgewählten Gebäude und Anlagen sind oft nur an diesem Tag der Architektur für die Öffentlichkeit zugänglich.

Bauminister Jörg Vogelsänger ist von der Qualität der diesjährigen Auswahl überzeugt: „Gute Architektur ist nicht allein durch „Schönheit“ zu erreichen, ebenso wichtig sind Nutzwert, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Gutes Bauen ist ein Markenzeichen unseres Landes. Gerade die vielen kommunalen und privaten Gebäude, die am Tag der Architektur zu sehen sind, können vor Ort als gute Beispiele für eine bessere Baukultur Werbung machen und zum Nachahmen anregen.“

Finanzminister Christian Görke hob hervor, dass die konkrete Kenntnis von Bauvorhaben, etwa durch die Besichtigung vor Ort, die Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt, über die jeweilige Architektur zu diskutieren. „Wir stellen fest, dass das Interesse an Bauvorhaben bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern gestiegen ist. Wir als öffentlicher Bauherr stellen uns dieser Diskussion und wollen gerade in Fragen des nachhaltigen, energieeffizienten und barrierefreien Bauens Vorbild sein. Ich lade daher ein, die gerade auch in dieser Hinsicht interessanten Landesbauvorhaben und die durch das Land geförderte Projekte zu besichtigen.“

Beide Minister stehen zu ihrer Verantwortung hinsichtlich der Baukultur, das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft für Baukultur beim Bauen im Allgemeinen und das Ministerium der Finanzen für Baukultur beim staatlichen Hochbau im Besonderen. Baukultur ist nicht allein ein Werk der Architektinnen und Architekten. Vordergründig braucht es dazu vor allem Bauwillige, die den Wert von Baukultur erkennen und sich ihr verpflichtet fühlen.

Bauminister Vogelsänger betonte: „Zum Thema Baukultur gehört die Qualität der gebauten Umwelt sowie deren Herstellung, Umgestaltung und Nutzung. Im Land Brandenburg berührt das sehr verschiedene Themen: Die Erhaltung des baulichen Erbes, die Bewältigung neuer Aufgaben der Stadt- und Gemeindeentwicklung, die Suche und Anwendung der passenden Verfahren bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben.“

Im Land Brandenburg verbindet der Begriff Baukultur die Arbeit der Landesregierung, der Kommunen, Kammern, Verbände und nicht zuletzt derjenigen, die Projekte planen und bauen. Baukultur hängt auch zusammen mit den Menschen, die ihr Eigentum wertschätzen, bewahren und entwickeln wollen.

Ausgewählte Landesbauten

 

Aus der Vielzahl der Bauten, die am Tag der Architektur den Besucherinnen und Besuchern offen stehen, seien hier zwei Landesbauvorhaben beispielhaft genannt, die nicht ganz ohne Stolz von Finanzminister Görke als Bauherr und dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen als ausführendem Landesbetrieb zum Tag der Architektur vorgestellt werden.

So kann beispielsweise das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (kurz IKMZ) der Universität Potsdam auf dem Campus in Golm besichtigt werden. Dieser kubische dunkle Solitär, der gemeinsam mit dem Physikalischen Institut den Eingang zum Campus vom Bahnhof Golm aus markiert, wurde mit dem mit 15.000 Euro dotierten Deutschen Hochschulbaupreis 2014 ausgezeichnet.

Gemäß Begründung zur Preisverleihung beeindruckt das vom Berliner Architekturbüro Staab Architekten entworfene IKMZ in Golm „durch sein räumlich komplexes und spannungsreiches Innenleben und dessen räumliche Verzahnung mit dem Außenraum. Das architektonische Grundthema des Hauses wurde aus dem Gegensatz zwischen abgedunkelten Buchstellflächen und hellen, luftigen Lesebereichen entwickelt. Kaskadenartige offene Treppen in markanter Farbgebung verbinden den zentralen Bibliotheksbereich im Erdgeschoss mit den offenen Lesebereichen der Obergeschosse. Über zwei Innenhöfe werden die inneren Erschließungsbereiche mit Tageslicht versorgt. Es werden im Gebäude interessante Sichtachsen und Raumerlebnisse erzeugt. Die anthrazitfarbene bis schwarzbraune Glas-Natursteinfassade erzielt mit ihrem Materialwechsel ein changierendes, interessantes – ja elegantes – äußeres Erscheinungsbild. Dieser 26 Millionen Euro teure Bau war Ende 2011 eröffnet worden. Das Gebäude bietet auf 6.500 Quadratmetern Fläche und fünf Etagen Platz für 400 Arbeits- und Leseplätze sowie rund 900 000 Büchern im Freihandbereich und Magazin. Großflächige Glaswände geben den Blick auf den Campus frei, das begrünte Dach lädt zur Arbeit oder Pause im Freien ein.

Ein überzeugendes Beispiel für Nachhaltigkeit ist das neu errichtete und vor Kurzem in Betrieb gegangene kombinierte Mensa- und Lehrgebäude mit Kindertagesstätte der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) auf ihrem Waldcampus in Eberswalde. Nachhaltig bauen heißt, ein Gebäude so zu errichten, umzubauen und zu betreiben, dass es wirtschaftlich, ökologisch, gesellschaftlich und städtebaulich gleichermaßen zukunftsfähig ist.

„Forschung und Lehre mit der Natur für den Menschen“ ist der Leitsatz der Hochschule und dies wird in der kleinsten Hochschule des Landes Brandenburg auch konsequent gelebt. Nach drei Jahren Bauzeit wurde das Gebäude mit 1.710 Quadratmeter Begegnungsfläche und Baukosten von 4,5 Millionen Euro in der neuen Mitte des Waldcampus errichtet. Getreu dem Motto des Waldcampus “Ohne Holz geht hier nichts“ besteht dieses Gebäude, das vom Berliner Architekten Andreas Gehrke entworfen wurde, sowohl in den tragenden als auch verkleidenden Elementen aus Holz. In dem fast futuristisch anmutenden Gebäude befinden sich neben einer Mensa auch Seminarräume für Vorlesungen und Tagungen und eine Kindertagungsstätte mit Außenspielfläche. Mit diesem Gebäude wurde gleichzeitig ein zentraler Ort auf dem Waldcampus geschaffen, an dem sich die Studenten treffen und in ihrer Freizeit austauschen oder einfach in inspirierender Atmosphäre regenerieren können.

Ausgewählte, vom Land mitfinanzierte Bauvorhaben

Nach Infrastrukturminister Vogelsänger prägen Straßen, Plätze und Freiflächen das Gesicht der Städte und Gemeinden im Besonderen. Die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes in Velten zeigt vorbildlich wie gut gestaltete öffentliche Räume, die zahlreiche Funktionen erfüllen müssen, gleichzeitig der Unverwechselbarkeit eines Ortes dienen können. Der Bahnhofvorplatz in Velten wurde nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekten Gunnar Lange zu einem modernen Umsteigepunkt aufgewertet. Das Areal ist nun geprägt von großflächigen Betonplatten und für die Ofenstadt Velten charakteristischen gelben Klinkern, flach geschnittenen Hecken, Bänken, Papierkörben, Straßenleuchten und fünf attraktiven Leuchthockern sowie einem barrierefreien WC. Es wurden kostenlos nutzbare Park & Ride-Plätze, Kurzzeitparkplätze, zwei Taxistellplätze und eine überdachte Anlage für 232 Fahrräder errichtet und die Bushaltestellen neu angelegt. Den Umbau führte die Stadt Velten durch. Die Kosten betrugen 1,5 Millionen Euro und wurden durch Fördermittel des Landes Brandenburg im Rahmen des EFRE-Programms zu etwa zwei Drittel unterstützt.

Ein Paradebeispiel für die gelungene Zusammenarbeit von EU, Bund, Land und Kommune ist der Erweiterungsbau des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder). Der Bund, das Land Brandenburg und die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) haben den mit Mitteln der Europäischen Union kofinanzierten Bau gemeinsam erfolgreich realisiert. Im Rahmen eines europaweiten Architekturwettbewerbs hatte sich im Sommer 2010 das Architekturbüro Lehmann aus Berlin mit seinem Entwurf für den Museumsneubau unter 202 Bewerbern als Sieger durchgesetzt. Der Entwurf setzte das Raumprogramm optimal um, hielt das finanzielle Budget ein und ist gleichzeitig äußerst sensibel mit dem zu erweiternden barocken Einzeldenkmal umgegangen. Der Bauherr für das 5,4 Millionen Euro-Projekt ist der Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V.

Der Tag der Architektur bietet einen interessanten Überblick über zeitgenössische Baukunst in Brandenburg und belegt privates und öffentliches Engagement im Hinblick auf Baukultur. Er verspricht eine erlebnisreiche Begegnung mit moderner Architektur; ganz im Sinne der Aussage des Architekten Richard Meier „Architektur ist im Idealfall immer direkte Auseinandersetzung mit dem Menschen“.

Görke und Vogelsänger loben die Bereitschaft, Gebäude und Einrichtungen am 29. Juni für das interessierte Publikum zu öffnen und danken der Brandenburgischen Architektenkammer für die Vorbereitung und Durchführung des Tags der Architektur. Eine Bewertungsgruppe der Kammer hatte unter den eingegangenen Anträgen die besten und interessantesten Objekte ausgewählt, die in allen Landesteilen liegen.

„Gutes Bauen ist wichtig, braucht aber auch die nötige Aufmerksamkeit. Das geht am besten über die eigene Anschauung und das Weitersagen“, betonten Vogelsänger und Görke im Vorfeld.

 

 
 

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