
Mehr als 250 Gäste begrüßte die SPD-Fraktion zum Abend der Agrarwirtschaft im Potsdamer Landtag. Die große Teilnehmerzahl darf durchaus als Anerkennung für die Arbeit der Landtagsfraktion gewertet werden, meinte SPD-Agrarsprecher Udo Folgart.

Mehr als 250 Gäste begrüßte die SPD-Fraktion zum Abend der Agrarwirtschaft im Potsdamer Landtag. Die große Teilnehmerzahl darf durchaus als Anerkennung für die Arbeit der Landtagsfraktion gewertet werden, meinte SPD-Agrarsprecher Udo Folgart.
Die Stimmung war gelöst und in der Runde der Gäste steckten manche die Köpfe zusammen, auch wenn diese im Laufe des Jahres in der Öffentlichkeit aneinander geraten waren. Das war auch der hintersinnige Zweck des ersten Agrarempfangs der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag.
Es war ein schwieriges 2016 für Brandenburgs Landwirte und die ländliche Region. Es begann mit den hitzigen Diskussionen und das Volksbegehren um das Tierwohl in der Massenhaltung. Dann brachen weltweit die Preise für Milch und Schweinefleisch zusammen. In den Supermarkt-Ketten gab es Milch, Butter und Käse zum Ramschpreis. Viele mittelständische Milchbauern mussten aufgeben. Die Wetterkapriolen des Jahres drückte die Ernte teilweise weit unter Durchschnitt. Hinzu kommen die Probleme um den Generationenwechsel. Ähnlich wie im Brandenburger Handwerk finden viele Höfe keinen Nachfolger.
Vollkommen klar, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke und Fraktionschef Mike Bischoff die rasche Auszahlung der Beihilfen an Landwirte und Landschaftspfleger betonten. Agrarminister Jörg Vogelsänger konnte versichern, dass sein Ministerium mit Hochdruck an den Bescheiden arbeitete.
„Die Landwirtschaft in Brandenburg ist flächendeckend und sie wird es auch bleiben“, erklärte Vogelsänger vor dem Hintergrund, dass das Bundesland rund um den Ballungsraum Berlin eben auch Agrarland sei. Einen Rückzug aus einigen Regionen würde es nicht geben. Es gelte, die Produktion für landwirtschaftliche Produkte weiter zu steigern. Gerade einmal ein Viertel des verbrauchten Schweinefleischs wie Kotelette, Kamm und Knacker kämen aus Brandenburg. Luft nach oben sei aber auch noch für Bioprodukte wie heimisches Obst und Gemüse.
Die Brandenburger Erntekönigin 2016/17 heisst Anne Schubert (22) war natürlich als Repräsentantin auch dabei. Doch Krone, Schärpe und Trachenkleid täuschen: Sie stammt aus der Uckermark und ist Studentin der Agrarwissenschaft an der Berliner Humbolt-Universität. Erblich ist sie vorbelastet: Ihre Eltern hatten seinerzeit ebenfalls ist diese Fächer belegt und mit einem Examen abgeschlossen. Anne Schubert steht wohl stellvertretend für eine Generation von Hochqualifizierten, die das Thema Landwirtschaft prägen werden.
Wie sagte Fraktionschef Mike Bischoff zur Begrüßung? "Die Ernte ist eingefahren und die Tage werden kürzer. Wir finden, das ist eine gute Gelegenheit, um jenen Menschen Danke zu sagen, die täglich Millionen Tische mit Gutem und Gesundem aus der Region decken."
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