Berlin gegen schlechte Laune und Rassismus

Veröffentlicht am 13.10.2018 in Allgemein

Schlechte Laune* sieht wirklich anders aus. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 240.000 Menschen bei der Berliner Großdemo #Unteilbar"- gegen Rassismus. Ursprünglich zwischen Alex, Leipziger Platz und dem Roten Stern mit der Goldelse erwartet: 40.000 Teilnehmer. (Bericht und Fotos: Nori Kouzeli, Redaktion: Hajo Guhl)

"Unteilbar - Solidarität statt Ausgrenzung" Ein breites Bündnis von Verbänden, Gewerkschaften und Parteien wie auch die SPD hatte zu einer Großdemonstration in Berlin gegen Rassismus aufgerufen. Vielfalt war also angesagt und sichtbar angetreten. Eine viertel Million auf den Beinen? Das kann nicht nur am strahlenden Sonnenschein sommerlichen Temperaturen mitten im Oktober gelegen haben.

Am selben Tag nuschelte übrigens ein Alexander Gauland auf einem AfD-Parteitag von Ausgrenzung, einem Redeverbot, den seine Getreuen erleiden müssten. Der Vergleich mit den Repressionen der Nazis fehlte nicht. Eine verquere Wahrnehmung eines Haufens Unglück. Komisch nur: Gerade diese Vielfalt, wie auf der Demo zu sehen, wollen die Neorechten mundtot machen, wenn sie könnten. Realität sieht eben anders aus.

Sozis unterstützen Demo

Bundesaußenminister Heiko Maas: „Deutschland lässt sich nicht spalten, von rechten Populisten schon gar nicht". Neuer Nationalismus löse kein einziges Problem. "Die Mehrheit in Deutschland steht für Toleranz und Weltoffenheit. Vielfalt der Herkünfte, Hautfarben, Religionen und Lebensstil sind für uns eine Bereicherung und keine Bedrohung!"

"Wir müssen Gesicht zeigen für eine solidarische Gesellschaft, für unseren Sozialstaat, für ein friedliches und respektvolles Miteinander", erklärte SPD-Chefin Andrea Nahles und forderte am Freitag noch über Whatsapp die Mitglieder, sich der Demo anzuschließen. Etliche Genossen aus dem Berliner Umland waren dabei! Übrigens ohne Aufruf!

Die Sprecherin des Bündnisses "Unteilbar", Theresa Hartmann meinte, allein die Anzahl der Demonstranten zeige, dass für viele Menschen die Zeit gekommen ist, in der sie sich laut gegen Ausgrenzung und Sozialabbau zur Wehr setzen müssen.

Demo dauerte bis zum Abend

"Sagt es laut, sagt es klar, wir sind alle unteilbar", reimte es sich etwas holprig anfangs am Berliner Alexanderplatz. Auf Plakaten (siehe oben) stand viel selbst Verfasstes und damit häufig erfrischender aber auch drastischer als die üblichen Parolen: Ossis gegen rechts - Die einen ertrinken im Überfluss, die anderen im Meer - Hände weg vom Kirchenasyl - Bunt statt Grauland - Asyl ist keine Krankheit – AfDerjucken schon...

Viele Prominente unterstützten die Demo zum Teil mit Auftritten: Der Fernsehmoderator Jan Böhmermann und Schauspieler Benno Fürmann , Konstantin Wecker, Herbert Grönemeyer, die Ärzte...

Die Berliner CDU lehnte übrigens #Unteilbar"- gegen Rassismus ausdrücklich ab. Der Anmelder sei Anwalt der "Roten Hilfe", die "linksextremistische Verbrecher" unterstütze. So Berlins CDU-Generalsekretär Stefan Evers. Zudem werde die Aktion "von vielen anderen dubiosen Organisationen" mitgetragen. Glücklich ist das Statement nicht, hört sicher eher nach schlechte Laune an!


* Glücksatlas 2018

  • Das Glücksniveau der Deutschen verharrt auch auf einem stabil hohen Level.

  • Der Abstand zwischen Ost und West sinkt auf 0,2 Glückspunkte Unterschied.

  • Glück im Norden: Schleswig-Holstein und Hamburg bilden das Spitzenduo.

  • Brandenburg und Berlin sind wieder mal Schlusslicht (Echt ätzend! Wird man ja mal sagen dürfen.).

 
 

So erreichen Sie uns!

DAS BÜRGERBÜRO
Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail wk(at)joergvogelsaenger.de

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

22.03.2019, 09:00 Uhr - 11:00 Uhr Bürgersprechstunde mit Jörg Vogelsänger
Das Gesprächsangebot für die Bürger der Region. Bitte beachten Sie: Termin mit dem Landtagsabgeordneten nur nac …

27.03.2019, 13:30 Uhr - 17:00 Uhr Ausschuss für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
Bitte beachten Sie die Informationen zum Ausschuss für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (A9) …

30.03.2019, 09:00 Uhr - 11:00 Uhr Infostand der SPD
 

Alle Termine

Nachrichten

19.03.2019 20:09 Wir brauchen flächendeckende und leistungsfähige Mobilfunknetze
Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt ein Bundesförderprogramm Mobilfunk vor, um die Regionen zu versorgen, in denen sich Investitionen für Telekommunikationsunternehmen finanziell nicht rentieren. Dort, wo der Marktausbau versagt, muss der Staat eingreifen und für die Infrastruktur Sorge tragen. Nur so können die sogenannten weißen Flecken geschlossen werden. „Noch immer gibt es zahlreiche Funklöcher in Deutschland. Ursächlich hierfür

18.03.2019 15:16 ASF – Frauen verdienen mehr!
Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischen Frauen (ASF) Maria Noichl erklärt: Wie in jedem Jahr bedeutet dieses Datum, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bis zu diesem Tag umsonst gearbeitet haben. Bedingt wird dies durch einen nach wie vor bestehenden Gender Pay Gap von 21 Prozent in Deutschland, einem der größten in der ganzen

15.03.2019 07:31 AG Selbst Aktiv begrüßt die Einigung der Regierungskoalition zum Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen
Anlässlich der Einigung der Koalition erklärt der Vorsitzende von Selbst Aktiv Karl Finke: Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Urteil vom 29. Januar 2019 die Aufrechterhaltung von Wahlrechtsausschlüssen für Menschen, die unter Vollbetreuung aller Angelegenheiten stehen, für verfassungswidrig erklärt. Dies gilt auch für Straftäter, die wegen Schuldunfähigkeit in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Die Karlsruher

13.03.2019 20:29 „Europa muss politischer werden“
Exklusiv-Interview mit Vizekanzler Olaf Scholz Der Bundesfinanzminister erläutert für spdfraktion.de das sozialdemokratische Konzept eines sozialen Europas und begründet, weshalb eine Reform des Sozialstaates notwendig ist. Das ganze Interview auf spdfraktion.de

10.03.2019 21:19 Achim Post zum „Europa-Konzept“ der CDU-Vorsitzenden
Echter Fortschritt für ein starkes und gerechteres Europa sieht anders aus. Kramp-Karrenbauers Antwort auf Macron lasse jeden sozialen Gestaltungsanspruch für Europa vermissen, kritisiert SPD-Fraktionsvize Achim Post. Dabei seien europäische Mindestlöhne Teil des Koalitionsvertrages. Frau Kramp-Karrenbauers Antwort auf Präsident Macron ist in vielen Punkten schlicht und einfach eine Absage. Echter Fortschritt für ein starkes und gerechteres Europa

Ein Service von info.websozis.de