Besucher des SG Rot-Weiß Neuenhagen im Potsdamer Landtag

Veröffentlicht am 30.04.2016 in MdB und MdL

Gäste im Potsdamer Landtages: Besucher des SC Rot-Weiß Neuenhagen

Die sportliche Seniorenlaufgruppe vom SG Rot-Weiß Neuenhagen mit ihrer Leiterin Ingrid Kurz hatte sich zu einem Besuch des Landtagsabgeordneten und Ministers Jörg Vogelsänger (SPD) im Brandenburger Landtag aufgemacht. Marianne Hitzges berichtet

Die Gruppe gewann bei seinem Besuch erst einmal einen Eindruck von der Ausstellung auf dem Platz vor dem Landtagsgebäude „Wölfe bitte nicht füttern! Die Wölfe sind zurück“ mit zahlreichen Wolfsskulpturen in Bronze erleben. Es geht um die mythische Figur des Isegrim und einen leidenschaftlichen Appell des Künstlers Rainer Opolka gegen Rassismus und Fremdenhass. (Die Wölfe vor dem Potsdamer Landtag stehen für Hasser, Rechtsextreme und wütende AFDler. Rainer Opolka: „Das Wolfsrudel ist eine Mahnung an unsere Gesellschaft, wachsam zu sein.)

Das Thema Rassismus begegnete den Besuchern auch im Foyer des Landtages durch ansprechende interaktive Stände, die zur politischen Auseinandersetzung und Information mit dem Thema Rassismus aufforderten.

Von Dieter Dombrowski, Vizepräsident des Landtages und einzelnen Rednern wie Simona Koss (SPD) und Michael Jungclaus (Bündnis 90/ Die Grünen) wurde die Gruppe im Plenarsaal persönlich begrüßt und freundlich willkommen geheißen.

Im parlamentarischen Plenum, das die Gruppe von der Besuchertribüne aus verfolgte, wurden die Themen „Schaffung einer neuen Bauordnung in Brandenburg“, (die Aufgaben des Projektplaners sollen in andere Hände, Anpassung an die bundesweite Bauordnung) und „Verbesserung von Strukturen zum Übergang Schule Beruf“ behandelt.

Im direkten Gespräch mit Jörg Vogelsänger gab es zahlreiche Themen, angefangen über den persönlichen und beruflichen Lebenslauf, üblicher Abgeordneten- und Ministerwochenverlauf weiter über Umwelt- und Finanzthemen und selbstredend Antworten auf Fragen der Besucher aus der Region.

Im persönlichen Bereich konnte Jörg Vogelsänger mit sichtbarer Freude mit seinem neuen Status als „Opa“ glänzen. Im Rahmen seiner Arbeit im Umweltministerium hat Jörg Vogelsänger als 52-jähriger schon den Rang des dienstältesten Landwirtschaftsministers erklommen.

Er berichtete auch von seinem Wochenpensum: Von Dienstag bis Donnerstag haben Landtag und Ministerium Vorrang. Hinzu kommen Konferenzen und Arbeitstreffen mit Landes- und Bundeskollegen. Jörg Vogelsänger ist zum Beispiel Vorsitzender der Elbkonferenz. Von Freitag bis Montag sieht er sich im Wahlkreis um. So auch dieses Wochenende, an dem Kicker-Fan Vogelsänger bei einem Fußballspiel des FC Neuenhagen und des SG Neuenhagen auf dem Jahnsportplatz zuschauen möchte. Am 1. Mai wird er auf dem Hof der Arche einen besuchen, nachdem er schon eine Radtour von Erkner nach Schöneiche absolviert hat.

Die Neuenhagener interessierten sich für den Neubau der Zwei-Felder-Sporthalle in Bollensdorf, den Radweg zwischen Neuenhagen und Hönow. Hier konnte Vogelsänger auf eine Berücksichtigung der Projekte hinweisen, und zwar aus Investitionsmitteln der IGA Korrespondenzregion. In der nächsten Neuenhagener Gemeindevertretung wird eine Vorlage zum Bau der Sporthalle zur Abstimmung stehen und zum Bau des Radweges stehen alle Zeichen auf Grün, auch wenn die Quelle zur Übernahme der Kosten noch nicht definitiv feststeht.

Jörg Vogelsänger streifte Themen wie Einführung und Auswirkungen der Kreisgebietsreform. Wobei es vermutlich darauf hinauslaufen wird, dass Märkisch Oderland (MOL) mit einigen zusätzlichen Aufgaben so bestehen bleibt. Während Frankfurt/Oder dem Landkreis Oder-Spree (LOS) zugeordnet werden soll.

Es ging auch um Grundsätzliches: Klima und Trockenheit in Brandenburg, Probleme mit der Wasserregulierung, Entschlammung der Oder, Fleischerbetriebe, Arbeitsplätze, Erhöhung der Milchpreise, Russland-Embargo, alles kam zur Sprache. Auch die Biber fehlten nicht und die erstaunlich hohe Abschusszahl von 65.000 Wildschweinen in Brandenburg.

Eine nette Geschichte lieferte der Minister zum niedlichen bunten Ortolan, der zwar winzig aber viel Aufsehen gemacht hat. Als streng geschützter Bodenbrüter aus der Familie der Ammern musste seinetwegen eine Autobahn verlegt werden. Während dieses Vögelchen in Italien auf der Speisekarte steht. (Überheblichkeit oder Empörung ist dennoch nicht angesagt. Sehr alte Brandenburger Kochbüchern kennen auch Rezepte von Singvögeln und Biber. Die Redaktion)

 
 

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