Kaum ist der Spargel weg, kommt die nächste Spezialität der Brandenburger Gartenbaukulturen in die Verkaufsbuden an den Straßenecken. Die Heidel- oder Blaubeere. Oder es darf selbst selbst gepflückt werden.
Kaum ist der Spargel weg, kommt die nächste Spezialität der Brandenburger Gartenbaukulturen in die Verkaufsbuden an den Straßenecken. Die Heidel- oder Blaubeere. Oder es darf selbst selbst gepflückt werden.
Das Frühjahr hatte in diesem Jahr nicht gut begonnen. Im März war es zu warm, dann kam der große Kälteeinbruch und viele Obstblüten erfroren. Einige frühe Gartenkulturen in Brandenburg hatten deshalb durch die Wetterkapriolen hohe Ausfälle zu verzeichnen. Die Blaubeere ist also Hoffnungsträger für die Betriebe und wie immer Geschmacksträger für die Berliner und Brandenburger Küche. Zum Beispiel Hefeklöße mit Blaubeeren, selbstgemachte Heidelbeermarmelade, köstlicher Blaubeerkuchen oder säubern, waschen und einfrieren.
Der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V. hat am Montag 13. Juli Agrarminister Jörg Vogelsänger zur Eröffnung der diesjährigen Heidelbeersaison in Klaistow eingeladen. Mit dabei: Landrat Wolfgang Blasig (Potsdam-Mittelmark), der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth und Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbands. Gastgeber dieser Saisoneröffnung ist wieder der Spargelhof Klaistow mit den beiden Eigentümerfamilien Buschmann und Winkelmann. Dank ihres Knowhows sind die Betriebe bestens darauf vorbereitet, mit der Strauchfrucht wie der Heidelbeere die Verkaufssaison zu verlängern.
Die Kulturheidelbeere (Vaccinium myrtillus Ericaceae) hat in den vergangenen zehn Jahren nicht nur in Brandenburg sondern auch weltweit Karriere gemacht. In Europa hat der Anbau zwischen 2005 und 2012 von 4.000 auf 10.000 Hektar zweieinhalbfach zugelegt. Das ist vor allem auf neue Flächen in Spanien, Portugal, England, Niederlande, Polen (3.000 Hektar) und Deutschland zurückzuführen. In Deutschland wurden 2016 immerhin auf 2.710 Hektar Heidelbeeren angebaut.
Mit 239 Hektar in 20 Betrieben (2015 166 Hektar) war die Heidelbeere 2016 die zweitwichtigste Strauchbeerenart (Sanddorn 350 Hektar) in Brandenburg. Allein im Landkreis Potsdam-Mittelmark werden auf 199 Hektar Heidelbeeren kultiviert.
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