Blicke in Nachbars Garten

Veröffentlicht am 05.09.2015 in Kommunalpolitik

Fünf Bürgermeister aus den Gemeinden am Rande vom Berliner Osten, etliche Referenten, ein Landrat und zwei Landtagsabgeordnete haben sich am Freitag, 4. September Sehenwürdigkeiten an der Stadtgrenze von Berlin besucht. Allein das wäre noch keine Nachricht. Mit Jörg Vogelsänger haben sie jedoch die Orte angeschaut, die in zwei Jahren rund um die Internationale Gartenschau 2017 Marzahn-Hellersdorf zum Erfolg beitragen sollen. Altlandsberg, Fredersdorf-Vogelsdorf, Hoppegarten, Neuhagen bei Berlin und Rüdersdorf wollen als „Gartennachbarn“ mit dabei sein. Eine Stadt-Umland-Kooperation ist der organisatorische Rahmen, ein Wettbewerb als "Korrespondenzregion IGA 2017" läuft. Ob es Fördermittel gibt, entscheidet sich am 22. September 2015.

Um was geht es bei der Stadt-Umland-Kooperation?

Es geht um die Vorbereitung zur Internationalen Gartenausstellung 2017 von Berlin Marzahn-Hellersdorf. Die Garten-Nachbarn wollen mit gemeinsamen Projekten ihre Region nicht nur für die IGA interessanter machen sondern das Angebot für Tourismus und Freizeit kräftig ausbauen.

Warum ein Wettbewerb?

Der Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg soll Anreize für die Gemeinden schaffen. Auch um Bündelung verschiedener Fördermittel. Sie sollen gemeinsam Projekte für die Region arbeiten und miteinander abstimmen. Am 15. Juni 2015 haben die Gemeinden einen Vertrag zur Bildung der Arbeitsgruppe unterzeichnet und ihren Wettbewerbsbeitrag nach Potsdam geschickt..

Wer macht bei den Garten-Nachbarn mit?

Unter der Federführung der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin planen und projektieren Altlandsberg, Fredersdorf-Vogelsdorf, Hoppegarten und Rüdersdorf. Dazu kommen noch zahlreiche Partner wie Kirchen, Tourismus-Organisationen, Unternehmen und der Landkreis Märkisch Oderland.

Welche Projekte gibt es?

Die Maßnahmen sind in Themenfelder und Projekte ausgeteilt. Zu den Themenfeldern gehören Infrastruktur und Umwelt“, „Mobilität und Energie“ und „Wirtschaft und Tourismus“. Insgesamt gibt es 19 Projekte. Diese beginnen beim Ausbau und der Beschilderung von Radwegen gehen über die Instandsetzung historischer Garten- und Parkanlagen in Rüdersdorf und reichen bis zur denkmalgerechten Hüllensanierung des Kaiserbahnhofs von Hoppegarten.

Welche Gelder fließen?

Es geht um 213 Millionen, die beim Euro Stadt-Umland-Wettbewerbs (SUW) des Landes Brandenburg in diesem Jahr verteilt werden. Am 22. September entscheiden Wirtschafts-, Umwelt- und Infrastrukturministerium, welche Bewerber wie viel Geld des bekommen. Die fünf Garten-Nachbarn haben Historisches, das sie auf Vordermann bringen möchten. Ideen in Sachen Tourismus. Es geht um rund 20 Millionen Euro.

Infos:

http://stadt-umland-wettbewerb.brandenburg.de
www.altlandsberg.de

www.fredersdorf.de
www.gemeinde-hoppegarten.de
www.neuenhagen-bei-berlin.de
www.ruedersdorf.de

 
 

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