Brandenburg ist Öko-Strom-Meister

Veröffentlicht am 25.02.2026 in Wirtschaft

Heute vor 26 Jahren – und zwar auf den Tag genau, am 25. Februar 2000 – hat der Deutsche Bundestag das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Weg gebracht. Das Gesetz gilt für die einen als „das erfolgreichste Klimaschutzgesetz aller Zeiten“ mit weltweit zahlreichen Nachahmern, für andere ist es ein sehr teures Subventionsprogramm. Und weil unsere Gesellschaft im Spannungsfeld dieser unterschiedlichen Einschätzungen lebt, hat der SPD Fraktionsvorsitzende Björn Lüttmann im Landtag Brandenburg Bilanz gezogen.

  • Der Ausbau des Ökostromanteils in Deutschland ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte! Lag der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen im Jahr 2000 deutschlandweit noch bei ca. 6,3 Prozent, liegt er heute bei fast 60 Prozent.

  • Brandenburg könnte heute rechnerisch seinen Bruttostromverbrauch schon zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien decken.

  • Rund 4.000 Windenergieanlagen, 170.000 Photovoltaik-Anlagen, 80.000 Wärmepumpen und 33.000 solarthermische Systeme stehen auf brandenburgischem Boden. Hinzu kommen mehr als 700 Biogasanlagen, die ebenfalls zu einem wichtigen Rückgrat unserer Energieversorgung geworden sind.

  • Die Umsätze der Brandenburger Wind- und Solarbranche liegen aktuell bei jeweils rund zwei Milliarden Euro jährlich, also insgesamt vier Milliarden Euro. Rund 20.000 Menschen arbeiten in dieser Branche.

  • Bis 2040, so die Hochrechnung aus der Branche selbst, könnte der Umsatz sogar
    bei bis zu 13 Milliarden Euro liegen und bis zu 65.000 Menschen dort Arbeit
    finden. Dafür müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen!

  • Auch unsere Gemeinden profitieren durch Steuern, durch den Wind- und
    Solareuro sowie im besten Fall durch direkten Anschluss an die erneuerbaren
    Energien, wie es etwa das energieautarke Dorf Feldheim oder der Klimapark
    Steinhöfel.

Die Vorreiterrolle Brandenburgs bei den erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Grund für die Wirtschaft, sich hier anzusiedeln: Sei es die E-Mobil-Fabrik von Tesla in Grünheide, die Batterievorproduktion und das Recycling der BASF Schwarzheide, die angekündigte Großbatterieinvestition der LEAG am Kraftwerksstandort Jänschwalde, das Großrechenzentrum der Schwarz-Gruppe in Lübbenau oder die Cloud-Ansiedlungen von AMAZON in Baruth/Mark und Finsterwalde.

Warten auf weitere Regionalpläne

Der Landtag Brandenburg hat den Ausbau der Windkraft für die nächsten Monate eingeschränkt. Bis Ende Januar 2027 dürfen in drei Regionen Brandenburgs neue Windparks nur in so genannten Windvorranggebieten gebaut werden. Das beschloss am Mittwoch der Landtag in Potsdam mit den Stimmen von SPD und CDU..

Der Windkraft-Ausbau solle gesteuert werden, bis in den Planungsgemeinschaften Prignitz-Oberhavel, Lausitz-Spreewald und Oderland-Spree Regionalpläne fertig sind, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Maxi Schmidt (SPD). In den Regionen Uckermark-Barnim und Havelland-Fläming liegen sie bereits vor.

 
 

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