Unfallzahlen 2025: Brandenburg mit vorne

Veröffentlicht am 26.02.2026 in Verkehr

Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 2 814 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Das waren zwei Prozent oder 44 Todesopfer mehr als im Jahr 2024 (2 770 Todesopfer). So das Statistische Bundesamt (Destatis). Gemessen an den Einwohnerzahlen gehören Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern zu den Spitzenreitern in der traurigen Bilanz. Das Ziel Null-Tote im Jahr 2050 rückt wohl in weite Ferne. (gu)

Gefährlich Landstraßen

Die meisten Todesopfer im Straßenverkehr gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 60 und in Brandenburg mit 50 Getöteten je 1 Million Einwohner. Weit unter dem Durchschnitt von 34 Getöteten liegen die Stadtstaaten (Berlin: 10 und Hamburg: 11) sowie Nordrhein-Westfalen (26) und das Saarland (27).

Die Zahl der Verletzten im Bundesgebiet blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr mit 366 000 in etwa gleich. Die Zahl der Leichtverletzten um 3 000 auf 318 000 stieg (+1 %), während die Zahl der Schwerverletzten um 4 % auf 48 400 zurückging. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahre 1991.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland war zuletzt in drei von vier Jahren gestiegen. Der Trend ist jedoch erfreulich: Die Zahl der Toten in Deutschlands Straßenverkehr sinkt seit Jahrzehnten.

Anzahl der Unfälle konstant

Insgesamt registrierte die Polizei im Jahr 2025 gut 2,5 Millionen Unfälle und damit in etwa so viele wie ein Jahr zuvor (-0,2 %). Bei 2,2 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden, was ebenfalls in etwa der Zahl aus dem Vorjahr entspricht (-0,3 %). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, stieg um 1 % auf gut 293 000.

Stimmen zur Bilanz

Der ADAC: Der Anteil der Getöteten im Straßenverkehr, die ohne einen Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmern bei Alleinunfällen ums Leben gekommen sind, liegt inzwischen bei mehr als einem Drittel. Dies zeigt, dass Unfälle sehr häufig mit der eigenen Verantwortung in Zusammenhang stehen.

"Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht aktuell sogar Rückschritte", kommentierte der TÜV-Verband die Bilanz. Eine Mobilität mit null Verkehrstoten sei keine Utopie. "Dazu gehören eine fehlerverzeihende Infrastruktur insbesondere an Unfallschwerpunkten, konsequente Regelüberwachung und Tempo-Management sowie die schnelle Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen", erklärte der TÜV-Verband. Menschen müssten zudem dazu befähigt werden, kompetent und sicher am Verkehr teilzunehmen.

Jörg Vogelsänger, Präsident der Verkehrswacht Brandenburg: „In einem Flächenland wie Brandenburg werden besonders junge Auto- und Motorradfahrer (bis 25 Jahre männlich) auf den Landstraßen leichtsinnig und überschätzen sich selbst. Das betrifft aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer, bei fehlenden Radwegen auch für Radfahrer. Hier gilt es mit Aufklärung noch mehr auf die Gefahren hinzuweisen. Zudem brauchen wir neue Radwegen, Überholspuren auf den Landstraßen bis hin zu Leitplanken.“

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) sieht den Schwerpunkt Schulwegsicherheit: Hier zeige sich die erfolgreiche Zusammenarbeit von Eltern, Schule, Polizei und Verkehrswacht. Ob Schulwegtraining, Radfahrausbildung, Aktionen gegen Elterntaxis oder das Schülerlotsenprogramm – die DVW will zeigen, wie gute und erfolgreiche Mobilitätserziehung aussieht.

Vision Zero ist das Ziel, die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr (bis 2050) auf Null zu reduzieren, d. h. keine Todesopfer und 100 % sichere Ankünfte. Die Vision Zero wurde in Schweden entwickelt, ist aber inzwischen in vielen Ländern der Welt zu einer Strategie für Verkehrssicherheitsmaßnahmen geworden.

 
 

Für Sie vor Ort

Bürgerbüro NEUENHAGEN
Sprechzeiten
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen bei Berlin
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail wk(at)joergvogelsaenger.de

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

30.04.2026, 17:00 Uhr - 23:59 Uhr Tanz in den Mai
 

01.05.2026, 08:00 Uhr - 18:00 Uhr Tag der Arbeit
“Erst unsere Jobs, dann eure Profite” ist Motto des Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum 1. Mai 2026. …

02.05.2026, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr Fußball Herren, Landesliga Süd Brandenburg
Bitte beachten Sie den aktuellen Anpfiff eines Spiels FV Erkner 1920 – 1.FC …

Alle Termine

Brandenburg Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag im Wortlaut

Nachrichten

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de