Brandenburger können ihren Müll trennen

Veröffentlicht am 14.12.2018 in Umwelt

Jeder Brandenburger produziert im Schnitt 452 Kilogramm Abfall. Die Menge an Hausmüll blieb mit 138 Kilogramm pro Einwohner nahezu konstant. Die gute Nachricht: Bei den Wertstoffen erhöhte sich die erfasste Müllmenge um rund 10 Prozent von 133 auf 146 Kilogramm.

Neben Altpapier, Alttextilien und Elektroschrott sammelten die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger 2017 deutlich mehr Bioabfälle ein. Das Pro-Kopf-Aufkommen stieg von 67 Kilogramm im Jahr 2016 auf 79 Kilogramm im Jahr 2017. Der Grund: Die Bürger sammeln deutlich mehr kompostierbare Garten- und Parkabfälle in ihren Biotonnen. Mittlerweile können in elf Entsorgungsgebieten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger die Bürger die Biotonne nutzen.

Abfall vermeiden

Das Gesamtaufkommen der im Jahr 2017 durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Land Brandenburg erfassten Abfallmenge stieg gegenüber dem Vorjahr (2016) um 73.000 Tonnen beziehungsweise 27 Kilogramm pro Einwohner auf 1.129.000 Tonnen.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger hat jetzt die „Daten und Informationen zur Abfallwirtschaft 2018“ veröffentlicht (Vergleich Vorjahre): „Das sehr umfangreiche Zahlenwerk darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier nicht nur um Statistiken, sondern auch um das eigene Handeln im Alltag geht. Jede und jeder kann etwas tun, um Abfallmengen zu verringern – beispielsweise wenn man gezielt Produkte kauft, die weniger Verpackungsmüll erzeugen, wenn der Mehrwegbecher das Einwegmodell ersetzt oder auch, wenn es um die Frage geht, wie opulent Geschenke eingepackt werden müssen.“

Konstante Abfallgebühren

Die aktuelle Broschüre enthält Statistiken zu den aus Haushalten entsorgten Abfällen sowie zu verwerteten und beseitigten gefährlichen Abfällen. Auch im Jahr 2017 konnten die Brandenburger das Wertstoffaufkommen weiter steigern, die Abfallgebühren blieben konstant.

Im Rahmen der Sicherung und Rekultivierung von Deponien wurden vermehrt mineralische Bauabfälle eingesetzt. Die durchschnittliche Abfallgebühr pro Einwohner betrug 51 Euro und blieb somit im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Damit liegt das durchschnittliche Gebührenniveau in Brandenburg nunmehr seit fünf Jahren weitgehend stabil zwischen 49 und 51 Euro pro Einwohner und Jahr.

Neben den getrennt erfassten Wertstoffen aus der kommunalen Abfallentsorgung stiegen auch die im Auftrag der Betreiber dualer Systeme erfassten Verpackungsabfälle von 77 Kilogramm in 2016 auf 79 Kilogramm pro Einwohner in 2017.

Mehr gefährliche Abfälle

Von den insgesamt in Brandenburg erfassten 1.129.000 Tonnen Siedlungsabfällen wurden 82 Prozent stofflich oder energetisch verwertet. Im Jahr 2017 fielen im Land Brandenburg erstmals über eine Million Tonnen gefährliche Abfälle an. Mit insgesamt 1.082.000 Tonnen gefährlichen Abfällen stieg die Menge um 86.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei handelt es sich bei 60 Prozent der gefährlichen Abfälle um Abfälle aus der Abfallbehandlung (rund 335.000 Tonnen) und kontaminierte Bauabfälle (rund 310.000 Tonnen). Fast die Hälfte der im Land angefallenen gefährlichen Abfälle wurde geeigneten Entsorgungsanlagen außerhalb Brandenburgs zugeführt. Gleichzeitig wurden auch außerhalb Brandenburgs erzeugte gefährliche Abfälle im Land Brandenburg entsorgt. Davon kamen 35 Prozent aus Berlin.

 
 

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