Das Kreuz mit den „neuen“ Altlasten

Veröffentlicht am 28.12.2016 in Umwelt

„Sanierungskonzept für einen Altlastenstandort“, heisst es so schön im Amtsdeutsch. Dahinter steckt jede Menge Ärger für die in der Nähe wohnenden Bürger, erhebliche kriminelle Energie bei den ehemaligen Betreibern und allerlei juristische Finessen, um überhaupt mit der Räumung solcher Umweltschweinereien beginnen zu können. Beispiel Deponie Neuendorf/Fläming.

Ungesicherte Altlasten sind tickende Zeitbomben. Ein ekliger Ort und gefährlicher Platz für spielende Kinder. Seuchengefahr durch Ratten und Ungeziefer droht. Häufig kommt es zu Bränden wie in Neuendorf im November und Dezember 2011. Und abgelagerter Müll zieht anderen Müll an. Vor diesem Hintergrund werden in den kommenden Jahren nach und nach weitere illegale Deponien aus dem Weg geräumt.

Neuendorf gehört wie das vor wenigen Wochen beräumte Friedrichsthal (Uckermark) zu den Altlastenstandorten im Land, bei denen alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Die ehemaligen Betreiber der Fläming Sortieranlage haben sich abgesetzt, oder können sonst nicht selbst haftbar gemacht werden. Eine Grundvoraussetzung für die Räumung solcher Altlasten: Das Areal muss der Gemeinde gehören.

In Neuendorf sollen 5.700 Tonnen Abfall liegen. (Landesweit sollen es bis zu 70.000 Tonnen auf illegalen Deponien sein.) Die Kosten werden zwischen drei und fünf Millionen Euro kalkuliert. Vor Überraschungen sind die Entsorger bei derartigen Projekten nie sicher. Nach dem Ende der Beräumung wird die Fläche an ein schon vorhandenes Naturschutzgebiet eingegliedert.

„Bei diesen Altfällen aus den Neunzigerjahren stehen wir als Land immer vor der Frage, ob und wie viele Steuermittel wir einsetzen“, so Minister Jörg Vogelsänger: „Für die betroffenen Gemeinden sind solche Sanierungen meist nicht zu stemmen und nicht überall gibt es Investoren, die im Gegenzug für die Übernahme solcher Flächen Geld für die Beräumung bereitstellen“.

Gemeinsam mit dem Ministerium für Umweltschutz und dem Landesamt für Umwelt hat die Gemeinde Rabenstein/Fläming für Neuendorf ein Sanierungskonzept erarbeitet. Im Doppelhaushalt 2017/2018 stehen die notwendigen Gelder bereit. Die Gemeinde hat das 3,2 ha große Areal als Eigentümer übernommen. Damit sind die weiteren Voraussetzungen geschaffen: Das Amt Niemegk schreibt das Projekt aus. Die sachgerechte Entsorgung der Altlasten wird wird Frühjahr 2017 beginnen.
 

 
 

Für Sie vor Ort

Landtagsbüro
Alter Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331/966 1330
Fax: 0331/966 1307
E-Mail: Joerg.Vogelsaenger@spd-fraktion.brandenburg.de
Wahlkreisbüro Erkner
Für Sie geöffnet

Montag: 13:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag: 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Dr.-Hans-Lebach-Str. 1a
15537 Erkner
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66
E-Mail: wk@JoergVogelsaenger.de
Wahlkreisbüro Neuenhagen
Für Sie geöffnet
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Str. 32a
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

01.09.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr Schöneiche Gemeindevertretung

06.09.2026, 10:30 Uhr - 15:30 Uhr Samariterfest

06.09.2026, 11:00 Uhr - 17:00 Uhr Kolonistenfest
Der Preussische König - der Alte Fritz - brauchte drigend Landeskinder: Es ist die Zeit der Ansiedlung von …

Alle Termine

Koalitionsvertrag SPD CDU

Verantworung für Brandenburg

Nachrichten

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de