Durstlöscher für alle: Trinkwasserbrunnen für Erkner

Veröffentlicht am 19.10.2024 in Kommunalpolitik
Symbolbild Trinkwasser-Brunnen: Guhl/ChatGPT

Eine kleine Fontäne spritzt ein paar Zentimeter in die Höhe. Mit etwas Geschick gelingt es auch kleinen Kindern, dass ihnen das erfrischende Nass in den Mund fließt. Ein paar Schlucke und der Durst ist gelöscht. Meist kennen wir das nur aus Filmen. Die Trinkwasser-Brunnen sollen künftig in Europa und damit auch in deutschen Städten stehen und als Durstlöscher für Jung und Alt bereit stehen. So auch in Erkner an zwei Stellen. (Der Beitrag wurde ergänzt)

Erkners Sozialdemokraten bringen jetzt einen entsprechenden Beschlussvorschlag in die Stadtverordneten-Versammlung ein:

  1. Es wird angestrebt im Bereich Kirchvorplatz und dem Bahnhof Erkner öffentliche Trinkbrunnen aufzustellen.

  2. Im Haushalt 2025 sind dazu entsprechende Mittel einzuplanen. Geschätzte Kosten für den Bau der Brunnen in Erkner: € 50.000

  3. Der Trinkbrunnen muss barrierefrei und winterfest sein.

Begründung

Die Maßnahme ist eine Steigerung von Lebensqualität und Attraktivität für unsere Gäste. In vielen europäischen Ländern findet man bereits zahlreiche solcher Brunnen. In Deutschland gibt es hierzu in Städten und Gemeinden jetzt zunehmend Initiativen. Ein Beispiel in der Region ist Neuenhagen bei Berlin.

Hintergrund

Künftig soll allen Bürgern (m/w/d) Europas im öffentlichen Raum der Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser geschaffen werden. Mit der Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes hat die Bundesregierung einzelne Vorschriften der sogenannten Trinkwasser-Richtlinie umgesetzt. Das Gesetz ist am 12. Januar 2023 in Kraft getreten.

Kostenfreies Wasser gegen Hitzewellen

Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Orten gehört damit zur Aufgabe der Daseinsvorsorge. Sofern technisch machbar und es dem lokalen Bedarf entspricht, sollen Kommunen Trinkwasserbrunnen aufstellen, die mit normalem Leitungswasser gespeist werden. Beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen. Eine Infektionsgefahr besteht übrigens nicht. An einer Wasserfontäne bleiben keine Erreger haften, wie an einem Wasserhahn. Ein direkter Kontakt zwischen dem trinkenden Menschen und dem Brunnen ist also nicht notwendig (Muss jedenfalls nicht).

Mit Blick auf künftige Hitzewellen, wie wir sie im Sommer 2024 erlebt haben, werden solche kostenfreien Durstlöscher vor allem in Städten wichtig. Das spart auch Wasser oder Limos  in Kunststoff-Flaschen ein. Bedeutet also weniger Müll.

 
 

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