Ein paar Zahlen zur Armut in Deutschland

Veröffentlicht am 27.03.2024 in Wirtschaft

Etwa 14,2 Millionen oder 16,8 Prozent der Menschen in Deutschland müssen für das Jahr 2022 als einkommensarm bezeichnet werden. So der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Bericht. Damit ist der seit dem Jahr 2006 fast ungebrochene Trend zunehmender Armut für 2022 erst einmal gestoppt, allerdings nicht gedreht. Wir zählten zuletzt 2,7 Millionen mehr Arme als 16 Jahre zu vor. Allerdings stieg auch die Zahl der in Deutschland lebenden Einwohner (2006 – 82,31 Mio, 2023 – 84,7 Mio) Nachgehakt von Hajo Guhl

Brandenburg auf dem Weg zur wohlhabenden Region

Die niedrigsten Armutsquoten meldeten Bayern, Baden-Württemberg und (welch eine Überraschung) Brandenburg! Die höchsten Anteile mit jeweils 19 Prozent und mehr verzeichneten das Saarland, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und – mit 29,1 Prozent ganz weit abgeschlagen – die Hansestadt Bremen (das einstige Industrie-Land, das lange für den Länderausgleich im Bund einzahlte). Bei der Kaufkraft sieht es allerdings etwas anders aus: Hier rangiert die Mark im Mittelfeld, allerdings vor Berlin.

Was ist Armut überhaupt?

Wo liegt die Armutsgrenze? Als armutsgefährdet gilt eine Person, wenn ihr Einkommen (Nettoäquivalenzeinkommen) weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median-Einkommen) beträgt. Armutsgefährdet galt, wem beispielsweise Im Jahr 2021 als Alleinlebender in Deutschland weniger als 1.251 Euro netto im Monat zur Verfügung standen, bei zwei Erwachsenen mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag das Einkommen bei unter 2.627 Euro pro Monat.

Solche Statistiken haben auch ihre Schwächen: Die tatsächliche Höhe eines Einkommens hängt stark von der regionalen Kaufkraft ab. Ein Münchner, der in Miete lebt, muss erheblich mehr verdienen als ein Brandenburger, der in einem abgezahlten Haus auf dem Lande lebt.

Wer ist arm?

Mehr als ein Viertel der 14,2 Millionen einkommensarmen Menschen ist erwerbstätig, ein weiteres knappes Viertel ist in Rente und mehr als ein Fünftel sind Kinder. Nur knapp fünf Prozent sind erwerbslos. Welche Gruppen sind besonders betroffen:

  • Alleinerziehende und Haushalte mit drei und mehr Kindern sind am höchsten von Armut betroffen.

  • Die Kinderarmut liegt auf einem erschreckend hohen Niveau: Deutlich mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf.

  • Erwerbslose und Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen

  • Bürger mit internationalem Background bzw. neue Nachbarn (um den leidigen Begriff Migrationshintergrund loszuwerden). Flüchtlinge kommen allgemein mit wenig Vermögen ins Land, der soziale Aufstieg dauert teilweise Generationen. Neue Nachbarn sollten übrigens als Fachkräfte willkommen sein, in Deutschland fehlen mehrere 100.000.

  • Frauen weisen 2022 mit 17,8 Prozent eine deutlich höhere Armutsquote auf als Männer mit 15,8 Prozent.

  • Besonders gravierend ist die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern bei älteren Personen ab 65 Jahren (Frauen arbeiten häufig für weniger Geld oder in Teilzeit).

  • Die Armut unter Selbstständigen ist nach einem deutlichen Anstieg während der Pandemie inzwischen wieder rückläufig.

Wieviel Asylbewerber erhalten Sozialleistungen?

Rund 486 100 Personen in Deutschland haben am Jahresende 2022 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte Mitte März 2024 mit: Die Zahl der Leistungsbezieher stieg gegenüber dem Jahresende 2021 um 22 % oder rund 88 000 Personen. Darunter kamen etwa 40 000 Flüchtlinge aus der Ukraine. Nein, wieviel Geflüchtete künftig eine Bezahlkarte erhalten werden, darüber gibt es keine Zahlen. Den betroffenen Erwachsenen werden auf die Karten zwischen 368 und 460 Euro auf die Karte geladen.

Welche Lehren sind zu ziehen?

Die konservativen oder Pseudo-Liberalen Forderungen, das Bürgergeld zu streichen oder die Sozialsätze zu reduzieren, würde die Kluft zwischen Arm und Reich nur weiter vergrößern.

  • In der alten Bundesrepublik gab es lange Zeit den Ansatz, die Einkommensscheren zwischen Gering- und Großverdienern nicht (unnötig) größer werden zu lassen. Siehe nivellierte Mittelstandsgesellschaft.

  • Wer heute ein Leben lang für einen Mindestlohn arbeitet, sollte später eine Rente erhalten, die nicht in die Armut führt. Finanztechnisch heißt das nämlich: Die heutige Generation verlagert Armut in die Zukunft.

  • Wer Kinder als höchstes Gut bezeichnet, sollte ihnen zumindest eine Chance für den Aufstieg wahren. Übrigens: Eine Kernforderung der Sozialdemokratie! Dazu gehören Kindergeld für Familien und bspw. BAFÖG zum Lernen/Studieren.

 
 

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