Für Kleingärtner: Alte Nutzpflanzen fürs eigene Beet

Veröffentlicht am 29.01.2018 in Umwelt

Seit mehr als 20 Jahren vermehrt der VERN e. V. in Greiffenberg Saatgut seltener und alter Sorten und macht es für die Allgemeinheit über sein „Compendium“ verfügbar. Der neue Katalog für alte Kulturpflanzen ist gerade erschienen. Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium fördert jetzt auch Seminare und Workshops für Kleingärtner, die aus dem pflanzlichen Einerlei der modernen Zuchtsorten ausbrechen möchten.

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger überreichte im Angermünder Ortsteil Greiffenberg eine Zuwendung in Höhe von rund 41.000 Euro aus Landesmitteln an den Verein zum Erhalt und Rekultivierung alter Nutzpflanzen (VERN e.V.). Unterstützt wird damit konkret ein Projekt im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit Workshops und Samentauschbörsen sollen Kleingärtner, insbesondere der jüngeren Generation, für den Wert und das Potenzial alter Pflanzensorten sensibilisiert werden.

„Gerade für Hobby- und Kleingärten sind alte Sorten eine Bereicherung, da sie besonderen Geschmack, Farben und Formen in Garten und Küche bringen. Außerdem wird durch den Anbau und die Nutzung alter Sorten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beigetragen“, erklärte Minister Vogelsänger. Insbesondere bei jungen Menschen und Familien mit Kindern, die Gemüse in Kleingärten anbauen, sei das Potenzial groß, die alten „Samen mit Geschichte“ bekannter zu machen und bei den jungen Hobbygärtnern für den Erhalt dieser Sorten durch regelmäßigen Anbau zu werben und somit einem Verlust der Sortenvielfalt entgegen zu wirken.

Der VERN e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine enge Kooperation mit Kleingärtnern in Brandenburg aufzubauen und dafür geeignete Bildungsmaterialien zu erstellen. Die bisherigen Bildungsangebote des VERN e.V. sollen für diese Nutzergruppe erweitert werden. Mit Infomaterialien, Workshops und Samentauschbörsen sollen insbesondere jüngere Kleingärtner als „Botschafter der Vielfalt“ gewonnen werden.

Sachverhalte sinnlich wahrnehmen, eigene Erfahrungen machen und Gelerntes selbst erproben, dies wird das neue Bildungsangebot des VERN e.V. für Kleingärtner sein. Um dieses Projekt zu unterstützen, hat Minister Vogelsänger einen Förderscheck über 41.604 Euro an die Vereinsvorsitzende Cornelia Lehmann übergeben.

Seit über 20 Jahren vermehrt der VERN e. V. in Greiffenberg Saatgut seltener und alter Sorten und macht es für die Allgemeinheit über sein „Compendium“ verfügbar, um die Kulturpflanzenvielfalt zu bewahren. Der Verein möchte daher Kleingärtner über ein neues Bildungsangebot mit attraktiv gestalteten Infomaterialien, Workshops und Samentauschbörsen für das Thema „Erhalt alter Nutzpflanzensorten“ sensibilisieren und sie als „Botschafter der Vielfalt“ gewinnen.

Für das Projekt kooperiert der VERN e.V. mit dem Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde e.V. , der großes Interesse an den Themen Sortenerhalt und Kultivierung alter Nutzpflanzen hat. Daher werden sich die Workshops auch an Kleingartenvereinsvorsitzende und Gartenfachberater als Multiplikatoren wenden. Damit sollen zugleich die bisherigen Bildungsangebote des Vereins erweitert werden.

Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium fördert Projekte, die das ganzheitliche Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen. Deshalb unterstützt das Ministerium unter anderem das neue Bildungsangebot des VERN e.V. in Greiffenberg.

Zum Abschluss seines Besuches informierte sich Minister Vogelsänger über den aktuellen Stand des Ausbaus des denkmalgeschützten Fachwerkhauses Burgstraße 21 zum Bildungszentrum „Kulturpflanzen & Vielfalt“ in Greiffenberg und besichtigte die Baustelle. Gegenwärtig werden Zimmererarbeiten zur Erneuerung der Balkenkonstruktionen durchgeführt. Der VERN realisiert dieses Bauvorhaben mit Hilfe einer LEADER-Förderung aus EU- und Landesmitteln.

 
 

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