Gäste bescheren Brandenburg ein Rekordjahr

Veröffentlicht am 27.02.2015 in Wirtschaft

Brandenburg ist als Reiseland immer gefragter. Für 2014 verbucht die brandenburgische Tourismuswirtschaft ein neues Rekordergebnis: 4,4 Millionen Besucherinnen und Besuchern buchten nahezu zwölf Millionen Übernachtungen. Das ist eine Steigerung um 3,6 Prozent.

„Für die ländlichen Regionen ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentiert Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) die neuesten Zahlen aus dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

Die Entwicklung in Stichworten: Die Gäste werden immer internationaler. Reger Zulauf kommt auch aus dem Nachbarland Polen. Nahezu 390.000 Gäste aus dem Ausland zählten die Statistiker im Jahre 2014 Brandenburg – ein Plus von 10,9 Prozent. Auch der Campingtourismus hat sich nach den neuesten Erhebungen sehr gut entwickelt. Die Camper mit Caravan, Wohnwagen und Zelten überschritten 2014 das erste Mal die Grenze von einer Million Übernachtungen übersprungen.

„Diese positive Entwicklung ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis des großen Engagements aller Akteure“, hebt Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hervor. Er würdigte die enorme Risikobereitschaft und den ausgeprägten Unternehmergeist der touristischen Leistungsträger. Die Branche würde durch erhebliche private Investition vorangebracht.

„Das Zusammenspiel von unternehmerischer Initiative und staatlicher Förderung von Land, Bund und europäischen Töpfen hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Region so gut dasteht“, erinnert Minister Jörg Vogelsänger. So sehen die Fördermaßnahmen im Jahre 2015 aus:

  • Für touristische Projekte in ländlichen Regionen über den Finanzierungstopf ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) also ein Kürzel für die Einkommenserschließung und Wertschöpfung in ländlichen Regionen

  • Beispiele für touristische Projekte aus ELER: Burg Storkow, Ergebnishof Fischerei Köllnitz, Wettermuseum Lindenberg, Stör-Ausstellung Wendisch-Rietz, Kulturscheune Neuendorf im Sande in Steinhöfel, Eiszeitweg von Trebus nach Rauen, Strele-Burg in Friedland, Scharwenka-Haus Bad Saarow, Marina Schlaubetal Müllrose, Bioladen Michelhof Grünheide, Spreepark Beeskow, Alte Schule Restaurant und Hotel Reichenwalde ...

  • Für die 15 Großschutzgebiete über die Dachkampagne mit dem Schwerpunkt Lustauf NaTour

  • Wasserbauliche Maßnahmen an Oder und Elbe: mit positiven Maßnahmen Bereich Wassersport

„Vielerorts trägt der Tourismus dazu bei, Kultur-, Gesundheits-, Sport- und Freizeitangebote zu sichern und ist auch eine Stütze für örtliche Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe“ erklärte Wirtschaftsminister Gerber. Gerade für die ländlichen Regionen sei beispielsweise der Radtourismus von wachsender Bedeutung. Das dichte Netz der touristischen Radwege im Land müsse erhalten bleiben, sagte Gerber. Das Wirtschaftsministerium wolle die Landkreise bei der Modernisierung unterstützen.

Die Förderung von Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe vieler Institutionen: Als Steuerungs- und Koordinierungsinstrument will die Landesregierung in Potsdam eine neue Konzeption für den Tourismus auf den Weg bringen. In enger Abstimmung mit der Branche und den anderen Landesministerien sollen Strategien erarbeitet werden, um sich auf neue touristische Herausforderungen rechtzeitig einstellen zu können. Dazu gehörten Projekte zu Mobilität oder Fachkräftesicherung, Digitalisierung oder Qualitätssicherung. 

Einzelne Ergebnisse für das Jahr 2014

  • Insgesamt verzeichnete Brandenburg 4.400.436 Gäste, die 11.935.669 Übernachtungen buchten.
  • Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala war 2014 das Reisegebiet Seenland Oder-Spree, mit 649.300 Gästen, gefolgt vom Spreewald (600.366 Gäste) und dem Ruppiner Seenland (512.102 Gäste).
  • Bei den Übernachtungen führt ebenfalls das Seenland Oder-Spree die Hitliste an mit 2.059,828 Übernachtungen, gefolgt vom Spreewald (1.564.978) und dem Ruppiner Seenland (1.437.573).
  • Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Spreewald mit einem Plus von 9,8 Prozent bei den Gästezahlen und 7,9 Prozent bei den Übernachtungen.
 
 

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