Giftig: Vorsicht vor dem Riesenbärenklau!

Veröffentlicht am 21.08.2015 in Umwelt

Der Riesen-Bärenklau häufig auch als Herkulesstaude bezeichnet steht jetzt wieder an Wald- und Wiesenrändern und streut seine Samen. Nicht berühren, warnt der Pflanzenschutzdienst (PSD) des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze kann bei Berührung zu schmerzhaften Hautreizungen und bei empfindlichen Menschen sogar zu Kreislaufversagen führen.

Der Saft dieser giftigen Pflanze enthält so genannte Furocumarine. Bei Berührung mit der Haut kann es in Verbindung mit Sonnenschein zu starkem Juckreiz und Hautreizungen bis hin zu schmerzhaften blasigen Geschwüren kommen. Insbesondere Kinder sind gefährdet, wenn sie beim Spielen Kontakt mit den Pflanzen haben. Nach Kontakt mit Teilen der Pflanze: Sonne meiden, die betroffenen Hautstellen mit Wasser, Seife oder besser mit Spiritus abwaschen. Bei Hautreizungen unbedingt einen Hautarzt aufsuchen.

Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) erhielt im Jahre 2008 den zweifelhaften Titel „Giftpflanze des Jahres“ und erreicht eine Höhe von bis zu 5 Metern. Sie gehört zur Familie der Doldengewächse und breitet sich insbesondere entlang von Bächen und Flüssen, aber auch an Feldrändern und selbst in Gärten aus. Findet sie feuchte Bodenbedingungen vor, kann sie sich rasch vermehren. Ihre weißen Blütendolden erreichen einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimeter und bilden viele Samen bilden. Die heimischen Arten wie der deutlich kleinere Wiesenbärenklau sind ebenfalls giftig, lösen allerdings nicht so heftige Reaktionen aus.

Schwierige Beseitigung

Die Pflanzen sollten möglichst noch vor der Blüte ausgegraben werden. Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden ist, am besten einen Schutzanzug und eine Schutzbrille, mindestens aber Gummihandschuhe, tragen. Das Abschneiden der Blütenstände reicht nicht aus, denn die Pflanze treibt danach wieder aus und bildet Notblüten. Bereits blühende oder in die Samenreife gehende Pflanzen sollten in Müllbeutel verstaut und mit dem Hausmüll entsorgt werden. Diese Pflanzen gehören nicht auf den Kompost. Die Gartengeräte sorgfältig mit Spiritus säubern und am besten mit Zeitungspapier abwischen. Das Putzmaterial verpackt im Müll entsorgen.

Informationen zur Bekämpfung gibt der Pflanzenschutzdienst beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung

Steinplatz 1, 15806 Zossen/OT Wünsdorf, Christine Tümmler, Telefon: 033702 73653, E-Mail: christine.tuemmler@lelf.brandenburg.de,

Internet: http://lelf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.236365.de

Allgemeine Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Riesen-Bärenklau

 
 

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