Hochsommer im Mai: Hinein ins Badevergnügen!

Veröffentlicht am 29.05.2018 in Gesundheit

Flüsse, Seen und Küsten. Die Badestellen Deutschlands und damit auch Brandenburgs sind sauber. Bis auf ganz wenige Ausnahmen lautet das Urteil der Europäischen Union: Badevergnügen bedenkenlos!

Nach dem neuen EU-Bericht – er stellt die Wasserqualität des Jahres 2017 vor – erfüllen 98 Prozent der rund 2.300 deutschen Badestellen den EU-Mindeststandard. Europaweit waren es rund 22.000 untersuchte Badestellen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Europäischen Umweltbehörde:

  • "In fünf Ländern wurden 95 % der Badegewässer oder mehr mit „ausgezeichnet“ bewertet: Luxemburg (alle 12 Badegebiete), Malta (98,9 % aller Badegebiete), Zypern (97,3 % aller Badegebiete), Griechenland (95,9 % aller Badegebiete) und Österreich (95,1 % aller Badegebiete).

  • Alle überprüften Badegebiete in Österreich, Belgien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Lettland, Luxemburg, Malta, Rumänien, Slowenien und der Schweiz haben im Jahr 2017 (gemäß den Mindestqualitätsstandards der Badegewässerrichtlinie) zumindest eine ausreichende Qualität erreicht.

  • Die drei Länder mit der höchsten Zahl an Badegebieten mit „mangelhafter“ Wasserqualität befanden sich in Italien (79 Badegebiete bzw. 1,4 %), Frankreich (80 Badegebiete bzw. 2,4 %) und Spanien (38 Badegebiete bzw. 1,7 %). In den EU-Mitgliedstaaten wurde der höchste Anteil der als „mangelhaft“ eingestuften Badegewässer in Estland (vier Badegewässer bzw. 7,4 %), Irland (sieben Badegewässer bzw. 4,9 %) und dem Vereinigten Königreich (21 Badegewässer bzw. 3,3 %) verzeichnet."

Die Mindestqualität der europäischen Gewässer wird nach Kriterien aus dem Jahre 2006 untersucht Und so finden Sie heraus, wie es mit der Wasserqualität an Ihrem Flussufer oder Badestrand aussieht! Folgen Sie der interaktiven Karte.

Unterschiedliche Untersuchungen: Es bleibt Wasser

Vor kurzem gab es aus Brüssel Alarmsignale, was den Zustand der europäischen Gewässer betrifft. Die Untersuchungen wiesen auf Überdüngung und Rückstände hin. Es soll gewiss nicht trösten oder verdrängen. Vor 25 Jahren konnten wir in der Elbe gar nicht baden, etliche Seen in Brandenburg glichen eher einer braunen Brühe als einem Badewasser. Es gibt also noch viel zu tun.

Die Bewertungen von Badequalität und einer Zustandsbewertung der Gewässer gehen von unterschiedlichen Ansätzen aus. Der Gewässerzustand der brandenburgischer Fließgewässer und Seen wird nach gesetzlichen Vorgaben der (OGewV) bewertet. Sie dient der Umsetzung der europäischen (WRRL) im nationalen Wasserrecht. Dabei richtet sich der ökologische Zustand nach den Orientierungswerten für die Referenzgewässertypen. Im Land Brandenburg sind neun verschiedene Fließgewässer- und fünf Seetypen ausgewiesen.

 
 

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