Hoppegarten 2017: Ja, wo liefen sie denn?*

Veröffentlicht am 15.10.2017 in Sport

Mit dem 1. Brandenburg-Renntag ging am Sonnabend, 14. Oktober, auf der Galopprennbahn von Hoppegarten nach elf Rennen die Saison 2017 zu Ende. Das Ereignis stand in der Tradition der „Renntage der Brandenburger Wirtschaft“, die schon in den Vorjahren hochkarätige Gäste, Sportler und Pferde auf die Rennbahn lockten.

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eröffnete den 1. Brandenburg-Renntag. „Ich danke allen, die mit Ideen, Tatkraft und finanzieller Unterstützung an diesem erstklassigen sportlichen Abschluss der Rennsaison mitgewirkt haben“, betont er. Schirmherr war Ministerpräsident Dietmar Woidke. Warum? Das wird häufig vergessen: Hoppegarten liegt in Brandenburg und nicht in Berlin! Hoppegarten gehört auch zum Wahlkreis des Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger (Wahlkreis 31)

Im kommenden Jahr hat die Rennbahn Hoppegarten wirklich allen Grund zu feiern. Vor 150 Jahren eröffnete die „Rennbahn im Grünen“ ihre Pforten und war in ihrer wechselvollen Geschichte so etwas wie ein Spiegel von Staat und Gesellschaft. Als auf der Galopprennbahn im Mai 1868 in Anwesenheit des Preußischen Königs Wilhelm I. das erste Rennen startete, gab es das Deutsche Kaiserreich (gegr. 1871) noch gar nicht.

Wilhelm II. musste nach verlorenem Weltkrieg 1 ins Exil. Es folgte die Weimarer Republik (1919): Hoppegarten blieb Treffpunkt der Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und war das deutsche Mekka für Pferdezucht und Pferdesport. Bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 und dem von ihnen entfesselten Weltkrieg.

Nach dem Untergang des Dritten Reiches lebte der Pferdesport im Sozialismus wieder auf. Der Union-Klub, dem die Rennbahn bis zur Bodenreform gehörte, überlebte die Ära der Enteignung in der jungen DDR. Historiker sind überzeugt: Mitglieder waren seit jeher auch Botschafter und Gesandte und die hielten schützend die Hand über die Rennbahn. Zumindest wurde sie Volkseigener Betrieb.

Nach der Wiedervereinigung folgten wechselvolle Phasen mit vielen Fragezeichen. Um das Aus der traditionsreichen Rennbahn abzuwenden, engagierte sich das Land Brandenburg immer wieder für den Erhalt. Versuche des ab dem 1. Januar 2002 wieder eingesetzten Alteigentümers, des nach dem Zweiten Weltkrieg nach Köln umgezogenen Union-Klubs, Hoppegarten aus eigener Kraft wirtschaftlich zu führen, scheiterten im Jahre 2005.

Seit dem Erwerb der Rennbahn von der bundeseigenen Treuhandnachfolge-Gesellschaft durch Gerhard Schöningh im Jahre 2008 kann Hoppegarten wieder an seine große Vergangenheit anknüpfen und langfristig planen. Hoppegarten ist die erste deutsche Rennbahn mit einem Privatinvestor. Heute steht Hoppegarten für attraktive Pferderennen und Veranstaltungen wie den „Brandenburg-Tag“ im Vorjahr.

*Ja, wo laufen sie denn?

Wer an Rennpferde denkt, kommt an diesem Satz nicht vorbei! Ja, wo laufen sie denn hin? Es war allerdings nicht Loriot, der den Ahnungslosen erfand, der nicht in der Lage war ein Fernglas so zu halten, dass er dem Rennen folgen konnte. Die Urfassung des Sketches hieß Rennbahngespräche. Der Schauspieler und Kabarettist Wilhelm Bendow und Paul Morgan nahmen ihn bereits im Jahre 1926 auf Schellackplatte auf.

 
 

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