Kinder an die Macht? So würden U18-Brandenburger wählen!

Veröffentlicht am 19.09.2017 in Jugend

Diese Parteien würden es nach Willen von Kindern und Jugendlichen in den Bundestag schaffen: die CDU bekam mit 23,6 Prozent die meisten Stimmen. Es folgten SPD mit 17,3 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen mit 14,6 Prozent, Die Linke mit 12,3 Prozent, die AfD mit 9,7 Prozent und die Tierschutzpartei mit 6,9 Prozent. Das ergab eine U18-Bundestagswahl am 15. September in Brandenburg.

Damit weicht das Brandenburger Ergebnis nicht wesentlich vom Bundesergebnis* ab. Hier ergabe sich folgendes Bild: CDU 28,5 Prozent, SPD 19,8 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 16,6 Prozent, Die Linke 8,1 Prozent, die AfD 6,8 Prozent und die FDP 5,7 Prozent, Sonstige 14,5 Prozent bei 220.000 Stimmen.

Verglichen mit den aktuellen Umfragen unter den Erwachsenen (z.B. infratest dimap) setzen die unter 18jährigen wesentlich stärker auf Themen wie Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Tierschutz.

Junge Menschen sind ebenso wie ihre Eltern für die angstschürenden Positionen der AfD empfänglich. Deshalb würde eine AfD auch in den U18-Bundestag einziehen. Im Vorfeld der U18-Wahl zeigte sich jedoch, dass vielen Jugendlichen, abgesehen von populistischen Parolen, wenig über das Programm der AfD bekannt ist. Die junge Generation lebt ausserdem mit menschenfreundlichen und integrierenden Wertvorstellungen, welche sich in den ausgrenzenden und abwertenden Positionen der AfD nicht wiederfinden.

„Unsere Demokratie ist unser großer Schatz. Für uns bedeutet das, dass wir mit den Kindern und Jugendlichen stärker über ihre Probleme und Wahrnehmungen ins Gespräch kommen müssen. Gerade die außerschulische Bildung verfügt hierbei über Angebote, die zwingend gestärkt werden müssen.“, so Silke Hansen, Vorstandssprecherin des Landesjugendring Brandenburg e.V. 

Insgesamt nahmen 9.472 junge Brandenburger in 92 Wahllokalen an der U18-Wahl teil. Das beweist, dass die jungen Menschen nicht politikverdrossen sind. Sie wollen mitmischen! Laut dem 15. Kinder- und Jugendbericht sind 14 bis 19jährige die im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang am stärksten engagierte Gruppe. 50 Prozent sind ehrenamtlich aktiv. Dem entgegen sind sie die derzeit politisch einflussschwächste Altersgruppe.

Eine Überlegung wert

Es gibt auch gute Gründe für eine Absenkung des Wahlalters: Jugendliche sind bereits mit 14 Jahren religions- und strafmündig. Viele junge Menschen beginnen vor ihrem 18. Lebensjahr eine Ausbildung. Sie dürfen Soldat werden. Sie arbeiten, zahlen Steuern und Sozialabgaben und führen verantwortungsvolle Tätigkeiten aus. Ein Wahlrecht jedoch wird ihnen nicht zugetraut. „Eine Wahlaltersabsenkung auch auf Bundesebene ist eine Chance für eine generationsgerechte und zukunftsfähige Gesellschaft. Brandenburg ist mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bereits einen Schritt in diese Richtung gegangen und hat damit gute Erfahrungen gemacht“, meint Silke Hansen vom Landesjugendring.

 

 
 

So erreichen Sie uns!

DAS BÜRGERBÜRO
Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail (einfach Adresse anklicken)
wk@joergvogelsaenger.de

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

18.01.2019, 10:00 Uhr - 27.01.2019, 18:00 Uhr Grüne Woche Berlin
Die Brandenburger Land- und Ernährungswirtschaft wird auch im Jahr 2019 wird vertreten sein: Zum 27. Mal auf der …

28.01.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr Gemeindevertretersitzung Hoppegarten

29.01.2019, 18:30 Uhr - 20:30 Uhr Hauptausschuss Stadtverordneten-Versammlung Erkner

Alle Termine

Nachrichten

14.01.2019 18:16 Kinder, Chancen, Bildung – Wir wollen, dass Deutschland das kinderfreundlichste Land in Europa wird!
Starke Kinder – starkes Land Die SPD steht dafür, dass jedes Kind es schaffen kann. Wenn wir für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen wollen, müssen wir bei den Kindern beginnen. Denn Kinder machen unser Land auch in Zukunft stark. Deshalb müssen wir allen Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen, und jedem Kind die Chance geben, seine Potenziale

14.01.2019 17:56 Europa: Beschlusspapier Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 10./11. Januar 2019
Darum geht es uns: Wir wollen, dass diese Europawahl eine Entscheidung für mehr Gerechtigkeit, für mehr Demokratie, letztlich für mehr Europa wird. Wir wollen mehr Investitionen in den Zusammenhalt und die Zukunft Europas. Wir wollen eine verbindliche europäische Sozialagenda und eine gerechte Besteuerung der Internetgiganten. Wir wollen über Bildung, Wissenschaft und Forschung eine gute Zukunft

14.01.2019 16:47 Die Grundsteuer ist zu wichtig für parteipolitischen Streit
Die Grundsteuer muss laut Verfassungsgericht refomiert werden. Über die Art der Reform debattieren SPD- und Unionsfraktion. Achim Post mahnt, im Interesse der Gemeinden schnell zu einer Einigung zu kommen. „Die Vorschläge von Finanzminister Scholz zur Reform der Grundsteuer sind ausgewogen und vernünftig. Sie sind eine gute Basis für die weitere Debatte, die jetzt zügig zu tragfähigen Ergebnissen führen muss.

14.01.2019 16:46 Das rechtsextreme Netzwerk NSU 2.0 muss sofort aufgedeckt werden
In Hessen besteht der Verdacht auf ein rechtsextremes Netzwerk, ein NSU 2.0 – wie es sich offenbar selbst nennt. Dabei geht es auch um mögliche rechtsextreme Beamte innerhalb der Frankfurter Polizei. Eva Högl erhöht nun den Druck. „Die jetzt bekannt gewordenen neuen Fakten zum Frankfurter NSU-2.0-Skandal werfen ein zweifelhaftes Licht auf die polizeiinternen Aufklärungsprozesse. Dass der Kreis von

09.01.2019 20:10 Bundesregierung will Gemeinnützigkeit von Freifunk anerkennen
Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Initiative von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit von Freifunk. Die Bundesregierung wird hierzu einen Gesetzentwurf zur Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts auf den Weg bringen. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für eine zeitnahe Umsetzung ein. „Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist ein richtiges und wichtiges Signal für das zivilgesellschaftliche Engagement der Freifunk-Initiativen und

Ein Service von info.websozis.de