MOL: Impfkampagne des Landkreises endet!

Veröffentlicht am 22.09.2021 in Gesundheit

Über ein halbes Jahr organisierte der Landkreis Märkisch-Oderland wöchentlich neue Impf-Angebote. Zum 30. September 2021 wird die Kampagne eingestellt. Doch die Corona-Schutzimpfungen werden nach wie vor über die Hausarztpraxen angeboten. Impf-Interessierte solten dort dringend telefonisch einen Termin vereinbaren.

Seit Beginn der Impfkampagne konnten über den Landkreis Märkisch-Oderland mit allen Mitwirkenden über 51.000 Corona-Schutzimpfungen verabreicht werden. Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Säulen der Impfkampagne konnten über 13.200 Impfungen über das Krankenhaus Märkisch-Oderland, rund 10.000 Impfungen über Impf-Aktionen in Bürgerhäusern und Turnhallen, jeweils ca. 650 Impfungen für die Brandschutzeinheiten und Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sowie über 26.500 Impfungen über die Hausarztpraxen verabreicht werden.

"Alles begann mit der Impfkampagne des Landes Brandenburg und der Erkenntnis, dass in Märkisch-Oderland kein Impfzentrum aufgebaut wird" , erinnert Landrat Gernot Schmidt. „Die Entscheidung des Landes hieß für uns, dass Impfberechtigte aus Märkisch-Oderland nach Frankfurt (Oder), Schönefeld oder nach Eberswalde fahren müssen, um die wichtige Corona-Schutzimpfung erhalten zu können. Zu diesem Zeitpunkt waren nur alte Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und Berufstätige aus dem Medizin- und Pflegebereich impfberechtigt. Wir konnten Impfstoff aus dem Kontingent des Landes bestellen und in unserem kommunalen Krankenhaus verimpfen – ein Tropfen auf den heißen Stein, wie sich jeder denken kann.   
In enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten haben wir dann eine Impfkampagne entwickelt, bei der die Hausärzte für den Landkreis Märkisch-Oderland tätig wurden. Im Ergebnis konnten in allen Regionen des Landkreises Impfstoffe verabreicht werden.“

Dieses Modell war bundesweit einzigartig und mit Hausarztpraxen aus Altlandsberg, Altreetz, Bad Freienwalde, Buckow, Eggersdorf, Falkenhagen, Fredersdorf, Hennickendorf, Hoppegarten, Lebus, Letschin, Müncheberg, Neuenhagen bei Berlin, Neuhardenberg, Neulewin, Petershagen, Rehfelde, Reichenberg, Rüdersdorf, Seelow, Strausberg und Wriezen konnten die Menschen sich direkt vor Ort impfen lassen.

Doch die Impfkampagne des Landkreises Märkisch-Oderland, so bürgernah und niedrigschwellig sie auch war, entsprach nicht den Vorgaben des Landes Brandenburg. Als bekannt wurde, dass Hausarztpraxen für den Landkreis tätig sind, stellte das Land kurzerhand die Lieferung des Impfstoffes ein.

„Ich bin für pragmatische Lösungen bekannt und die Landesregierung weiß, dass ich für meinen Landkreis eine eigene passende Lösung finde.“ so Landrat Gernot Schmidt. „ Nach einigen Wochen ohne Impfstoff-Lieferungen, einem Scharmützel mit der Kassenärztlichen Vereinigung und einer Aussprache mit der Landesregierung konnten wir die Impfkampagne fortführen und auch weiterentwickeln.“

Neben den Impfangeboten in den Hausarztpraxen und im Krankenhaus Märkisch-Oderland wurden Impf-Aktionen in Turnhallen und Bürgerhäusern umgesetzt. Zum Ende der Impfkampagne kann der Landkreis auf erfolgreich umgesetzte Impf-Aktionen in Altlandsberg, Falkenberg, Hoppegarten, Letschin, Neuenhagen bei Berlin, Neutrebbin, Petershagen, Platkow, Seelow, und Wriezen zurückblicken.

„Bei dem unkomplizierten und zügigen Ablauf auf den Impftagen ist uns bewusst geworden, dass wir so auch Bürgerinnen und Bürger ein Impf-Angebot unterbreiten konnten, die keinen Hausarzt haben oder nicht krankenversichert sind.“

Das Ende der Impfkampagne des Landkreises Märkisch-Oderland resultiert aus der gesunkenen Nachfrage nach Impfungen, dem mittlerweile zuverlässigen Bestellprozess der Apotheken für die Hausarztpraxen und auch aus der Entscheidung des Landes Brandenburg, Versorgung der Landkreise und kreisfreien Städten mit Impfstoff auslaufen zu lassen.

„Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, dass es richtig war, die Hausarztpraxen von Beginn an mit einzubeziehen, sie als stärkste Säule der Impfkampagne aufzubauen und den Bürgerinnen und Bürgern in vertrauter Umgebung ein Impf-Angebot zu unterbreiten.“ führt Landrat Gernot Schmidt aus.

 
 

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