Ostdeutsche Politik in der Brandenburg Halle!

Veröffentlicht am 18.01.2018 in Landwirtschaft
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Werbung für Brandenburgs Bierstrasse: Vorfreude auf eine Tour im Frühling

Der alljährliche Fotoreigen des Brandenburger Landwirtschaftsministers in Halle 21A beim Berliner Funkturm ist seit vielen Jahren ein heimlicher Startschuss für die Internationale Grüne Woche. Am Donnerstag Vormittag besuchte Jörg Vogelsänger jeden der fast 80 Stände.

Die Kameras der Zeitungsfotografen klickten und blitzen. Es gab Aufnahmen mit den schönen Königinnen aus der Mark oder eine Aufnahme mit den Standbetreibern. Dazwischen zahlreiche Interviews. Bei diesem Rundgang sorgte allerdings eine Pressemeldung fast für mehr Aufregung. Sie berichtete von einem Treffen der ostdeutschen Agrarminister mit den Präsidenten der Bauernverbände der ostdeutschen Länder am Vorabend in der Halle.

Bild re: Süsses aus Brandenburg - da können selbst Königinnen nicht abhlehnen

Am Vorabend der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche und der Sonderagrarministerkonferenz in Berlin hatten sich die Agrarminister und der fünf ostdeutschen Bundesländer mit den Präsidenten der Landesbauernverbände aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg getroffen.

Es ging um ein gemeinsames Signal aus den fünf Bundesländern. Für die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) sehen die ostdeutschen Länder und die Landesbauernverbände folgende Schwerpunkte:

  • Bei der Fortentwicklung der GAP soll noch mehr als in der Vergangenheit der Grundsatz gelten: Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen!

  • Die heimische Landwirtschaft auf der Grundlage regional verankerter Betriebe ist das Rückgrat für die Entwicklung der ländlichen Räume.

  • Die europäische Agrarpolitik mit ihren zwei Säulen muss inhaltlich weiterentwickelt werden um ein Gleichgewicht zwischen der Unterstützung der Landwirtschaft, der ländlichen Entwicklung und den Umweltleistungen der Landwirtschaft zu gewährleisten.

  • Die Beibehaltung von Direktzahlungen bedeutet Planungssicherheit für die Betriebe und sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

  • Eine Kappung von Direktzahlungen wird abgelehnt: Jeder Hektar ist und muss in der EU-Förderung gleich viel wert sein.

  • Sollte es zu einer Umverteilung von EU-Mitteln kommen, muss gewährleistet werden, dass dieses Geld in den jeweiligen Regionen verbleibt.

  • Die Stellung der landwirtschaftlichen Erzeuger in den Wertschöpfungsketten muss weiter gestärkt werden.

  • Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung der GAP muss sein, die Digitalisierung in der Landwirtschaft beziehungsweise in ländlichen Räumen zu unterstützen.

  • Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik ab 2020 bedarf einer deutlichen Vereinfachung der Förderverfahren sowie effektiver Schritte einer nachhaltigen Entbürokratisierung der EU-Agrarförderung.

Unser Ziel ist, den Zusammenhalt in Europa zu stärken. Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik als tragende Säule im ländlichen Raum ist dafür ein wichtiger Garant.“ So Jörg Vogelsänger. Die Beratungen sollen in dieser Form weiter geführt werden. Noch in diesem Jahr wird Sachsen die Agrarminister aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg sowie die Spitzen der ostdeutschen Landesbauernverbände einladen. Einigkeit in der Sache kann auch bei unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen nie schaden!

 
 

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