Schnuppertag 2: Grüne Arbeitsplätze sind attraktiv

Veröffentlicht am 19.02.2015 in Jugend

Ob Landwirt, Gärtner oder Milchtechnologin: Brandenburgs Betriebe in der Agrarwirtschaft wollen und müssen sich verjüngen. Jörg Vogelsänger will den Zukunftstag am 23. April dazu nutzen, um bei jungen Leuten für eine Ausbildung in der Land- und Ernährungswirtschaft zu werben.

„Ich weiß, dass die grünen Berufe bei jungen Leuten  NICHT ganz oben auf der Traumjob-Liste stehen", so Agrarminisiter Jörg Vogelsänger. "Leider wissen viele Jugendliche, oft aber auch Eltern und Lehrer nicht, dass Landwirtschaft heute eine Mischung aus High-Tech und Harke ist. Grüne Berufe haben deshalb überall in Brandenburg eine. Denn die Branche wirkt heute weit über den herkömmlichen Bereich der Nahrungsmittelproduktion hinaus!"

Gut ausgebildete Fachkräfte kümmern sich um die Landschaftspflege und den Umweltschutz. Sie sind Experten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien oder bringen den ländlichen Raum mit Direktvermarktung und Erholungsangeboten voran.

"Da sind neben der Naturverbundenheit und dem Verständnis für hochmoderne Technologie auch Vielseitigkeit, Kreativität und Pioniergeist gefragt“, rührt Vogelsänger auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels im Agrarbereich die Werbetrommel.

Spätestens im zweiten Quartal entscheiden die meisten Betriebe, wer für den Ausbildungsstart am 1. September den Zuschlag erhält. An Angeboten sollte es für die künftigen Land-, Tier-, Fisch- und Pferdewirte, Gärtner, Revierjäger, Forstwirte, Milchtechnologen oder auch Fachkräfte für Agrarservice nicht mangeln zwischen Uckermark und Lausitz.

Dass die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung auch in den Grünen Berufen eine zunehmend große Herausforderung ist, zeigt der Trend der vergangenen Jahre. Bei sinkenden Schulabgängerzahlen verringerte sich zuletzt auch die Anzahl der Neueinsteiger in der Agrarbranche - einige Lehrstellen blieben sogar unbesetzt, für Vogelsänger ein Indiz dafür, dass auch die Landwirtschaftsunternehmen selbst gefordert sind, noch mehr Wert auf kontinuierlich gute Ausbildungsbedingungen und attraktive Berufsperspektiven in der Heimat zu legen.

 
 

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