Sicher auf dem Fahrrad? – sicher nicht!

Veröffentlicht am 27.05.2026 in Verkehr

Die Zahlen allein sehen nicht gut aus: Destatis meldet für 2025 462 getötete Radfahrende, darunter 217 Pedelec-Nutzer; bei Radunfällen mit weiterem Beteiligten war der Pkw der wichtigste Gegner, mit 44.463 Fällen. Außerdem nennt das Bundesamt für Statistik 1.038 Pedelec–Fußgänger- und 3.399 Fahrrad–Fußgänger-Unfälle mit schweren Verletzungen. Im Jahre 2024 verunglückten in Deutschland 445 Radfahrer (m/w/d) tödlich. Bis zu 95.000 verunglückten auf ihrem Zweirad. Über 100.000 Unfälle registrierte die Polizei in den 16 Bundesländern, bei denen Radfahrer beteiligt waren.

Ein Großteil waren Senioren und E-Bikefahrer. Es tröstet auch wenig, wenn beim Blick auf die Statistik die Tendenz der Unfalltoten über einen längeren Zeitraum (1990 mit 908 Toten) nach unten zeigt.

Rund 9,5 Millionen der 82 Millionen Bundesbürger sind mehr oder minder regelmäßig mit ihrem Fahrrad unterwegs. Die meisten mit einer typischen (mittleren) Strecke von bis 12 Kilometer. Dazu zählen die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle oder zum Einkauf. Aber auch das Strampeln auf der Wochenendtour durch Wald und Flur.

Ist Radfahren nun gefährlich. Ja, wann man die Anforderungen an den Umgang mit dem zweirädrigen Beförderungsmittel sieht. Auch wenn wir es zunächst nicht wahrhaben wollen. Es will mühsam gelernt sein. Die Anforderungen an den Gleichgewichtssinn sind hoch. Und die Umsicht im Straßenverkehr ebenfalls.

Vor allem letztere lassen mit zunehmendem Alter nach. Der Redakteur (in den Siebzigern) durfte das in der Wintersaison erfahren. Er stürzte (allein) auf glatter Fahrbahn mit seinem E-Bike. Alte Menschen fallen auch nicht mehr so elegant, durfte er schmerzvoll erfahren.

Der Unfall in der Stadt ist dagegen meist ein Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmern. Dazu gehören Dooring (Aufprall auf eine sich öffnende Autotür) oder ein unachtsam abbiegender PKW an einer Kreuzung. Nur um zwei typische Varianten zu nennen.

Radfahrer sind keine Heiligen: Besonders Leichtsinnige fahren bei Rot munter in die (belebte) Kreuzung, halten Radwege für überflüssigen Luxus etc.

Wir haben nun Nachbarländer, in denen Radfahrer deutlich besser geschützt sind. Dänemark und die Niederlande trennen den Verkehr zwischen Fahrrädern und PKW, LKW und Motorrädern konsequent seit Jahrzehnten (Ein Ansatz, den Berlin gerade wieder zurückfährt.)

Dabei verzeichnen die Niederlande mit fast 300 tödlich verunglückten Radfahrern im Jahr 2024 und 17,5 Mio. Einwohner „verhältnismäßig“ viel dieser Unfälle. Doch dort sind rund 30 Prozent der Bürger mit ihren fiets oder bromfiets unterwegs. Meist mit ihren Fahrrädern oder Mopeds auf kurzen Strecken und vor allem Ältere. Mit den E-Bikes ist die Zahl der Unfälle vor allem der über 70jährigen zwischen den Fleets und Grachten gestiegen.

Die Niederländer verfolgen eine zentrale Politik, wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht. Infrastruktur so zu gestalten, dass Fehler nicht tödlich wirken:

1.) Getrennte Radwege als Standard

  • eigene Wege („Fietsnetwerk“), kaum Mischverkehr auf Hauptstraßen

2.) Gestaltung der Kreuzungen

  • „Protected Intersection“ als Standard:

  • heißt getrennte Abbiegeradien

  • jeder kann jeden sehen

  • Kreisverkehre mit Priorität fürs Rad

3.) Tempolimits

  • innerorts meist 30 km/h

  • klare Hierarchie: Straße vs. Radweg

Was bleibt ist der Risikofaktor Mensch! Radfahren will nicht nur gelernt sondern auch geübt sein. Gerade zu Beginn der Saison fällt das auf. Da steigen Menschen frisch auf das Fahrrad, die es nach mindestens einem halben Jahr Pause gerade aus dem Keller geholt haben. Entsprechend wackelig sehen die „Künste“ auf dem Zweirad aus. Unsicherheit auf dem Fahrrad verengt dummerweise auch noch die notwendige Beobachtung des Umfeldes. Sprich: Andere Verkehrsteilnehmer werden schlichtweg übersehen. Was dagegen zu tun ist: Üben, üben, üben.

Trainingsprogramm für Rad- und Pedelec-Fahrer

Wer „fit mit dem Fahrrad“ sein möchte, dem ist die Teilnahme an einem Kurs im gleichnamigen Programm der Deutschen Verkehrswacht sinnvoll. Es ist speziell für ein etwas älteres oder Fahrrad-unerfahrenes Publikum gedacht, bei denen unter Anleitung die Radfahrfertigkeiten abseits des regulären Straßenverkehrs aufgefrischt werden können. Besonders geeignet für Umsteiger aufs E-Bike. (gu)

 
 

Für Sie vor Ort

Landtagsbüro
Alter Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331/966 1330
Fax: 0331/966 1307
E-Mail: Joerg.Vogelsaenger@spd-fraktion.brandenburg.de
Wahlkreisbüro Erkner
Für Sie geöffnet

Montag: 13:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag: 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Dr.-Hans-Lebach-Str. 1a
15537 Erkner
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66
E-Mail: wk@JoergVogelsaenger.de
Wahlkreisbüro Neuenhagen
Für Sie geöffnet
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Str. 32a
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

27.05.2026, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr Ludwig Scheetz lädt zum Kaffee

29.05.2026, 19:00 Uhr - 23:00 Uhr THE CHAIN OF FLEETWOOD MAC – a Tribute To Fleetwood Mac
Ende Mai, am 29.5.2026, startet die Alte Schulscheune am Scharmützelsee in die 22. Open air Saison. …

30.05.2026, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr Fußball Herren, Landesliga Süd Brandenburg
Bitte beachten Sie den aktuellen Anpfiff eines Spiels FV Erkner 1920 – FC E …

Alle Termine

Koalitionsvertrag SPD CDU

Verantworung für Brandenburg

Nachrichten

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de