Die Fraktionen von SPD und CDU im Landtag Brandenburg bringen einen gemeinsamen Antrag zur Einführung eines neuen, deutschlandweiten Azubi-Ticket mit Berlin ein. Dabei sollen Auszubildende sowie Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologische Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst vom Land gezielt bezuschusst werden. Die bisherigen Regelungen waren im Oktober 2024 ausgelaufen.
Zuletzt hatten rund 12.000 Azubis, die ohne festen Arbeitgeber waren, dieses Ticket genutzt. Für Auszubildende in der dualen, betrieblichen Ausbildung setzen die Fraktionen hingegen auf Lösungen durch die Arbeitgeber. Diese sollen ihren Auszubildenden ein entsprechendes Ticket anbieten.
Dazu Martina Maxi Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Wer sich in Brandenburg für eine Ausbildung entscheidet, darf beim Thema Mobilität nicht benachteiligt sein. Gerade in einem Flächenland sind die Wege zwischen Wohnort, Betrieb und Berufsschule oft weit. Ein bezahlbares Azubi-Ticket ist deshalb keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine Voraussetzung für Chancengleichheit.
Studierende profitieren selbstverständlich von vergünstigten Semestertickets. Es ist nur konsequent, auch Auszubildenden eine vergleichbare Unterstützung zu ermöglichen. Damit stärken wir die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung ganz konkret.
Zugleich leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Gute Rahmenbedingungen während der Ausbildung helfen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und junge Menschen langfristig in Brandenburg zu halten. Das Azubi-Ticket ist daher weit mehr als ein Fahrtkostenzuschuss – es ist ein Investitionssignal in die Zukunft unseres Landes.“
Nicole Walter-Mundt, verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Gerade in Brandenburg sind viele junge Menschen auf Bus und Bahn angewiesen – oft über weite Strecken. Ein bezahlbares Azubi-Ticket auf Basis des Deutschlandtickets ist deshalb ein wichtiger Schritt für mehr Fairness und echte Chancengleichheit.
Unsere Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen – im Handwerk, in der Pflege, in der Industrie und im Mittelstand. Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, übernimmt Verantwortung und leistet einen aktiven Beitrag für unser Land. Mit ihrer Ausbildung legen sie die Grundlage für eine stabile Zukunft und eigenen Wohlstand. Das verdient unsere Unterstützung.
Über 5.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger unter 25 Jahren beziehen derzeit Bürgergeld. Das kann und darf nicht unser Anspruch sein. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Anreize setzen, damit sich junge Menschen bewusst für Ausbildung, Qualifikation und persönliche Weiterentwicklung entscheiden.“