Sturmschäden im Wald: Frist für Hilfen läuft ab

Veröffentlicht am 28.01.2018 in Landwirtschaft

Nach den Herbststürmen des vergangenen Jahres und des jüngsten Sturmtiefs „Friederike“ können Waldbesitzer nun Fördermittel zur Beseitigung der Sturmschäden beantragen. Die Antragsfrist endet am 15. Februar 2018.

Der Sturm Friederike hat in Brandenburgs Wäldern etwa 290.000 Festmeter Holz umgeworfen. Der Sturm wütete besonders im Süden Brandenburgs. Hier sind die Schäden lokal am größten. So sind in der Landeswaldoberförsterei Doberlug-Kirchhain rund 70.000 Festmeter Holz umgebrochen. Am stärksten betroffen sind die Forstreviere Fermerswalde mit 30.000 Festmetern und das Revier Schadewitz mit 20.000 Festmetern.

Die beiden Herbststürme Xavier und Herwart und der Sturm Friederike haben in den Wäldern Brandenburgs deutliche Spuren hinterlassen. Die Menge des Sturmholzes beläuft sich in Summe auf rund 1,4 Millionen Festmeter, das entspricht etwa 30 Prozent des gesamten Holzeinschlags in einem Jahr. Nachdem die Waldbesitzer zunächst damit beschäftigt waren, Wege zu beräumen und das angefallene Holz aufzuarbeiten, steht jetzt die waldbauliche Beseitigung der Sturmschäden an. Hierzu zählt insbesondere der Voranbau mit Laubbäumen in geschädigten Waldbeständen.

Brandenburgs Forstministerium hält hierfür Fördermittel bereit, um die privaten und kommunalen Waldbesitzer bei der Schadensbeseitigung durch Aufforstungen zu unterstützen. Noch bis zum 15. Februar ist die Beantragung dieser Fördermittel möglich. Interessierte Waldbesitzer können sich die Antragsunterlagen im Internet herunterladen.

Bei der Antragsstellung helfen die Spezialisten des Landesbetriebs Forst Brandenburg. Interessenten wenden sich hierzu an die örtlich zuständige Revier- und Oberförstereien. Unterstützung bieten auch die anerkannten forstlichen Berater sowie die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.

Spaziergänger und Waldbesucher sollten den Wald sehr aufmerksam betreten und Regionen meiden, in denen die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Ein Blick nach oben, um zu schauen, ob herabhängende Äste oder hängende Bäume gefährlich werden können, ist in den nächsten Wochen bei Spaziergängen immer ratsam.

 

 
 

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