Thesen und Tatsachen zur Geflügelhaltung in Brandenburg

Veröffentlicht am 18.11.2015 in Landwirtschaft

Ob Goldbroiler oder Brathähnchen. Martinsgans oder Festtags-Truthahn Geflügel gehört zu den Lieblingsspeisen der Deutschen. Die Art und Weise wie Legehenne, Masthähnchen, Gänse, Puten und Ente gehalten werden, hat sich in den letzten Jahren in Brandenburg deutlich verbessert. Hier einige Daten und Fakten zum Thema Geflügelhaltung.

Der Verbrauch von Geflügelfleisch wird weiter steigen.

  • Im Durchschnitt verbraucht jeder Bürger in Deutschland im Lauf seines Lebens fast tausend Hähnchen, Enten oder Gänse. Übersetzt auf die Landtagsmitglieder von Brandenburg heißt dies: über 80.000 Tiere !

  • Brandenburgs Geflügelhalter sichern mit ihren Investitionen Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum.

  • Es wird immer einen Kampf um Akzeptanz und Methoden in der Geflügelhaltung geben, auch wenn schon vieles Positive erreicht wurde. Sichtbar wird dies beispielsweise an der Umsetzung des Käfigverbots bei Legehennen.

Zahlen aus Brandenburg

  • Im Jahr 2000 betrug der Anteil Plätze für Legehennen in Käfigsystemen noch 78 Prozent und der Anteil bei Bodenhaltung nur vier Prozent.

  • Zum Stichtag, 1. Dezember 2014, betrug der Anteil Stallplätze in Bodenhaltung 84 Prozent, in ökologischer Erzeugung zehn Prozent, in ausgestaltete Käfige nur noch ein Prozent.

  • In der EU wurden im vergangenen Jahr 380 Millionen Legehennen gehalten. Mit 56 Prozent dominiert in diesem Wirtschaftsraum noch die Käfighaltung!

  • Nach dem drastischen Rückgang der Geflügelhaltung in Jahren 1990 bis 1992 hat die Produktion in Brandenburg wieder den Stand aus der Zeit vor der Wende von 1989 erreicht.

Verbesserte Bedingungen

  • In der Tierhaltung wird die Geflügelzucht, allein wegen der hohen Anzahl der Tiere, immer ein komplizierter Bereich sein.

  • Die Umstellung von Käfig- auf Bodenhaltung innerhalb kürzester Zeit war eine große Leistung.

  • Eine moderne Tierhaltung muss sowohl wettbewerbsfähig sein als auch gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bieten.

Premium fürs Tierwohl

  • Die aktuellen Anträge zur Investitionsförderung lassen erkennen: Die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Unternehmen setzt auf die Premiumförderung, damit auf höchsten Anforderungen für mehr Tierwohl.

  • Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium bearbeitet bei Stallbauten nach einer Übergangsfrist ab 2017 nur noch Anträge nach den Höchstkriterien der Premiumförderung. Brandenburg ist damit eines von vier Bundesländern.

  • Die Initiative der Branche zur Verbesserung des Tierschutzes und des Tierwohls stößt auf breite Zustimmung. Dazu gehört u.a. die freiwillige Vereinbarung zwischen dem Zentralverband der Geflügelwirtschaft und dem Bundeslandwirtschaftsministerium zum Verzicht auf das Schnabelkürzen bei Legehennen und Mastputen oder die Charta 2015 der deutschen Geflügelwirtschaft.

  • Es gibt weiterhin viel zu tun: Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse hinsichtlich Tierwohl- und -gesundheit und dem Umweltschutz.

Spielraum für mehr Bio

  • Bio-Haltung bei Geflügel steigt, aber die Möglichkeiten des Berlin-Brandenburger Bio-Marktes sind längst nicht ausgeschöpft.

  • Für die Umstellung in den Biobereich stehen Fördermittel bereit. Die unternehmerische Entscheidung kann jedoch keiner abnehmen.

 
 

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