Vogelsänger: Wasserwirtschaft bleibt eine Generationenaufgabe

Veröffentlicht am 22.04.2015 in Umwelt

„Die Trink- und Abwasserbeseitigung sind Kernaufgaben der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung und zugleich ein wichtiger Standortfaktor für die Entwicklung von Industrie und Gewerbe“, erklärte Umweltminister Jörg Vogelsänger. Das Agrar- und Umweltministerium hatte im engen Dialog mit Brandenburger Gemeinden und Aufgabenträgern der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung ein Leitbild Zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft erarbeitet.

„Ich bin allen am Dialog Beteiligten für ihre konstruktive Mitarbeit sehr dankbar. Die Ergebnisse des Leitbildprozesses werden zu einer noch effektiveren Anpassung der Förderpolitik des Landes führen und berücksichtigen vor allem die Folgen des demografischen Wandels in unserem Land“, sagte Vogelsänger. Er stellte die unterschiedlichen Themenfelder der Wasserwirtschaft in den Focus eines Gastbeitrags auf der Ostdeutschen Wasserkonferenz in Bernau.

Vogelsänger würdigte die in den vergangenen 25 Jahren erzielten Erfolge in der Wasserwirtschaft. Es handele sich um eine Generationenaufgabe, die nie abgeschlossen werde. „Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie  ist das entscheidende Instrument zur Gewässerbewirtschaftung sowie für den nachhaltigen Schutz unserer Grundwasservorkommen und Oberflächengewässer für nachfolgende Generationen“, erklärte der Minister.

Die Veranstaltung in Bernau, zu der die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie eingeladen hatte, sollte nicht nur ein Rückblick auf die Entwicklung der Wasserwirtschaft sein, sondern vielmehr die ökologischen, ökonomischen und technischen Herausforderungen beleuchten. Entsprechend vielfältig war der Teilnehmerkreis aus Vertretern der Wirtschaft, der Politik der Wissenschaft sowie von Verbänden.

Vogelsänger verwies auch darauf, dass für den Hochwasserschutz seit 1997 in Brandenburg rund 435 Mio. Euro in die Sanierung von Deichen geflossen sind. Schwerpunkt waren dabei die Flüsse Elbe und Oder. Besonders wirksam sei die Schaffung von Rückhalteräumen wie etwa das mit 420 Hektar bundesweit größte Deichrückverlegungsprojekt bei Lenzen an der Elbe zeige.

Auch zukünftig wird das Land Brandenburg den Schwerpunkt auf den  Hochwasserschutz –vor allem die Nebenflüsse der Elbe und der Oder- richten. Darüberhinaus wird  die Sanierung der Oberflächengewässer und die wasserwirtschaftlichen Probleme der Bergbaufolgen im Focus der Wasserwirtschaft stehen.

 
 

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