Volksfest: Schlaubetal feiert Baum des Jahres

Veröffentlicht am 22.04.2015 in Umwelt

Siehdichum/Schernsdorf – Der Feld-Ahorn wird in diesen Tagen als Baum des Jahres gefeiert. Grund genug für Jung und Alt am Wochenende im Schlaubetal vorbei zu schauen. Brandenburgs Umwelt- und Forstminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Sonnabend (25. April) im Naturpark Schlaubetal teilnehmen. Und natürlich einen jungen Feld-Ahorn, in die Erde bringen.

Termin: Sonnabend, 25. April

Ort: 15890 Siehdichum, OT Schernsdorf / Kupferhammer
(großer Parkplatz an der Straße nach Siehdichum)

Zeit: 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Weitere Informationen unter: www.forst.brandenburg.de

Zusätzliche kostenlose Parkmöglichkeiten stellt in diesem Jahr der Betreiber des Campingplatzes am Schervenzsee zur Verfügung. Von dort bringt an diesem Tag ein Shuttle die Besucher zum etwa 800 Meter entfernten Festplatz.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg und der Naturpark Schlaubetal laden gemeinsam zu der zur Tradition gewordenen Veranstaltung ein, die inzwischen Volksfestcharakter erlangt hat. Sie will den Besuchern die Bedeutung der heimischen Bäume und des Waldes näher bringen.

Im Jahre 2015 steht mit dem Feld-Ahorn (Acer campestre) eine eher zierliche und unscheinbare Baumart im Mittelpunkt. Sie wird oft übersehen. Von Vögeln wird er sehr gern als Nistplatz genutzt und für viele Schmetterlingsarten ist er geradezu lebenswichtig. Der Feld-Ahorn ist in einigen Regionen übrigens als Maßholder bekannt. Er ist im gesamten Land Brandenburg in der Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Forstverwaltung und Naturpark laden gemeinsam am kommenden Sonnabend (25. April) zum Fest des Baums nach Kupferhammer ein. Die Organisatoren vom Landesbetrieb Forst Brandenburg und dem Naturpark Schlaubetal werden dort an mehreren Informationsständen viel Wissenswertes zum Feld-Ahorn, zur Forstwirtschaft und zum Naturpark anbieten. Zur Eröffnung um 10.00 Uhr wird Minister Vogelsänger gemeinsam mit Amtsdirektoren und Touristikern aus der Region zu Ehren des Jahresbaums junge Feld-Ahorne am Rande des Festplatzes pflanzen. Jagdhornbläser werden dazu die Hörner klingen lassen. Wie schon in den vergangenen Jahren wird ein vielfältiges Programm für einen Familienausflug in das Schlaubetal geboten.

Kinder und Eltern können sich kostenfrei im Baumklettern und Schnitzen versuchen oder ihr Wissen und ihre Geschicklichkeit bei Familien-Waldspielen der Waldschule Müllrose testen. Zudem werden Vogel- und Försterwanderungen sowie Kutschfahrten angeboten. 

Zahlreiche Gewerbetreibende und Vereine der Region stellen sich vor, wie etwa Stellmacher, Fischer, Korbflechter, Töpfer, Holzschnitzer, Waldarbeiterprofis, Anbieter von Nistkästen und Kleingarten-Bedarf. Auch die Kienbuben aus Groß Lindow sind mit ihrem Meiler, der bereits zwei Wochen vorher angezündet wird, wieder mit von der Partie. Die freiwillige Feuerwehr Schernsdorf gibt einen Einblick in die technische Ausstattung und beim „Löschangriff“ können auch die Jüngsten mitmachen.

Der Feld-Ahorn wächst langsamer als andere Baumarten. Er ist eher klein, oftmals strauchförmig und mehrstämmig. Als Nutzholz ist er im Gegensatz zu seinen beiden größeren Verwandten, dem Berg- und dem Spitzahorn damit ungeeignet. Die Förster haben diese seltene Baumart in den letzten Jahren allerdings verstärkt im Rahmen von Waldrandgestaltungen und bei der Anlage von Waldinnensäumen angepflanzt. Der Feld-Ahorn kommt nämlich gut mit Trockenheit bzw. geringen Sommerniederschlägen, aber auch mit gelegentlichen Überflutungen  zurecht.

Damit passt der Feld-Ahorn sehr gut in die Region um das Schlaubetal. Brandenburgs kleinster und zugleich ältester Naturpark Schlaubetal ist geprägt von klaren Seen, unterschiedlichen Moortypen und großen unzerschnittenen Heidelandschaften. Besonders die namensgebende Schlaube mit ihrem Kerbtal inmitten naturnaher Wälder macht die Landschaft zu einem Kleinod Brandenburgs.

Um den Wert des Baums und damit verbunden die Bedeutung des Waldes für die Gesellschaft hervorzuheben, wird alljährlich in Deutschland ein Baum des Jahres von der gleichnamigen Stiftung gekürt. Dafür kommt grundsätzlich jede heimische Baumart in Betracht. Die Kriterien orientieren sich an der ökologischen Bedeutung, der Seltenheit oder der Gefährdung der Baumart.

 
 

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