Wahlen: Begreifen, was geschah

Veröffentlicht am 27.05.2019 in Allgemein

Die Wahlen für Europa, dem Land Bremen, zu den Kreistagen in Brandenburg, Bürgermeistern, den Versammlungen der Stadtverordneten, den Gemeindevertretungen und den Ortsbeiräten sind entschieden. Zum großen Teil mit für Sozialdemokraten schmerzlichen Ergebnissen. Und das bei einer ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung.

„Das können und wollen wir nicht wegdiskutieren. In der Stadt Erkner haben wir Sozialdemokraten mit 37,54 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Region ein beachtliches Ergebnis erzielt“, so der Landtagsabgeordnete Jörg Vogelsänger. In der Gemeinde Gosen Neu Zittau errangen Genossen und Freunde in der Vertretung sogar fünf von insgesamt 16 Ratssitzen.

„Dafür möchte ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern recht herzlich bedanken. Unsere Partei wird künftig mit acht Sitzen – wenn auch knapp - wieder die stärkste Fraktion in der Erkneraner Stadtverordnetenversammlung“, so Vogelsänger. Dabei gilt: Wir sind für alle da. Nicht nur für eine bestimmte Interessengruppe.

„Wir haben als Team einen engagierten Wahlkampf geführt und als Team auch gewonnen. Mit unseren Ständen waren wir in den Morgenstunden, zur Mittagszeit und nach dem Feierabend in Erkner vor Ort. Wir waren deutlich sichtbar und suchten das Gespräch. Der Dank gilt also auch allen Mitstreitern unserer Partei, gleichgültig ob Mitglied oder Sympathisant!“

Wir wissen allerdings auch, dass es ein „Weiter wie gehabt“ nicht geben kann.

Die Sozialdemokraten müssten beispielsweise lernen, dass vor allem Erstwähler und junge Menschen bis 30 Jahre Fragen gestellt haben und Forderungen formulierten, die nur unzureichend beantwortet wurden. Das gelte für unsere Stadt, die Region, dem Land und für ganz Europa.

Auch im Kreistag des Landkreises Oder-Spree ist die SPD stärkste politische Kraft geworden. Mit einem Ergebnis von rund 19 Prozent ( -10 Prozent) und jetzt 10 Abgeordneten allerdings äußerst knapp.

„Es war nicht das, was wir erreichen wollten“, so der Unterbezirksvorsitzende und Beeskower Bürgermeister Frank Steffen. „Wahrscheinlich werden wir manche Positionen der Vergangenheit überdenken müssen.“ Dazu sei die SPD Oder-Spree bereit.

Vogelsänger: „Viel Zeit bleibt uns nicht. Am 1. September 2019 wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt“.

 
 

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