Waldbrände in Brandenburg: Ein Dank an die Helfer!

Veröffentlicht am 28.07.2018 in Umwelt

An dieser Stelle sei den vielen Helfern vor Ort aber auch in den Leitzentralen und in der Versorgung gedankt.

Sie leisten, wie wir erfahren können, beim Löschen aber auch beim Vermeiden von Bränden Hervorragendes.

Kritik, Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind jetzt vollkommen fehl am Platze. In der Aufarbeitung der Abläufe werden die beteiligten Hilfs- und Rettungs-organisationen feststellen, wo es Ansätze gibt, um Einsätze im Katastrophenfall besser vorzubereiten und effektiver zu gestalten. Und wo es zum Beispiel fehlt. Hier wird die Politik sorgfältig zuhören müssen!

 

(Der Vorwurf, die sozialdemokratischen Regierungen hätten nicht dafür gesorgt, dass Munition aus dem 2. Weltkrieg rechtzeitig geräumt wurde, gehört in die Kategorie absurde Polemik. Wenn es generell um die Beseitigung von braunen Altlasten geht, stimmt die Aussage allerdings. Die Red.)
 

Die Lage in Brandenburg

Der Gemeinde Fichtenwalde bei Berlitz drohte seit vergangenem Donnerstag wegen des großen Waldbrandes die Räumung. Immer wieder explodierte Munition aus dem 2. Weltkrieg.

Erst in der Nacht gelang es einem Großaufgebot der Feuerwehr, die Flammen weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Ein Leck in einer Gasleitung verschärfte die Situation am Sonnabend allerdings wieder.

Die Wetterdienste sagen auch für die nächsten Tage weiter Temperaturen bis zu 30 Grad voraus, dagegen kaum Regen. Die Vorhersagen gelten auch für viele Regionen in Europa. Damit bleibt es im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich, die Kiefernwälder der Mark sind nach der langen Dürreperiode knochentrocken!

Die meisten Brände sind vermeidbar!

Also aufpassen und ein paar Regeln beachten, wie man Waldbrände vermeidet. Denn über 90 Pozent aller Brände sind von Menschen gemacht. Das gilt vor allem für Raucher: Jede achtlos weggeworfene brennende Kippe ist eine gefährliche Lunte.

Besonders in der Mitte und im Süden von Brandenburg warnen die Förster, weiterhin vor hoher bis sehr hoher Waldbrandgefahr. Bis auf einge Ausnahmen gilt seit Tagen die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Auch in den kommenden Tagen ist mit keiner Entlastung zu rechnen.

Am besten, Sie meiden in diesen Tagen vorr allem Nadelwälder oder bewegen sich nur auf den vorgesehen Wegen!

Inzwischen mussten die Feuerwehren im Land schon zu über 220 Waldbränden ausrücken. Dank der landesweit eingesetzten Waldbrandfrüherkennung und dem schnellen Handeln der Einsatzkräfte blieb die Brandfläche relativ gering. Bislang sind über 600 Hektar Wald, Ackerflächen und Brachland auf Truppenübungsplätzen von den Flammen geschädigt worden.

„Wenn es bei anhaltender Hitze lange trocken bleibt, steigt die Waldbrandgefahr mit jedem Tag dramatisch. Jetzt brauchen wir die Disziplin aller: Keine Kippen aus dem Autofenster werfen, kein Rauchen, Grillen oder Feuer machen in der Nähe von Wäldern. Fahren Sie nicht mit Autos in den Wald, heiße Auspuffteile wie der Katalysator können bereits Brände entzünden“, so Forstminister Jörg Vogelsänger. Vorsicht ist auch in der Landwirtschaft geboten: Bei Erntearbeiten entzündet sich gerne das trockene Stroh. Leider verzeichnet der Landesbetrieb Forst Brandenburg eine steigende Anzahl an vorsätzlichen Brandstiftungen. Aber auch die Entzündung von alter Munition wird immer wieder als Brandursache festgestellt.

Kein offenes Feuer im Wald

Eigentlich selbstverständlich: Jeder Bürger kann zum Waldbrandschutz beitragen. Dazu gehört vor allem das Verbot von offenem Feuer im Walde beziehungsweise in Waldnähe (Grill- und Lagerfeuer, Rauchen). Zudem sollten Autofahrer keine Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen. Und vor allem: Nicht einfach weglaufen! Waldbrände melden! (110).

Waldbrandgefahrenstufen im Internet

Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe wird durch das Brandenburger Forstministerium sowie den Landesbetrieb täglich auf den Internetseiten bekannt gegeben. Für jeden Landkreis werden Wetterdaten regional erfasst und ausgewertet. Aus den Tageswerten und der Prognose für den Folgetag wird die tägliche Gefahrenstufe festgelegt. Diese gilt ab Mitternacht für jeweils 24 Stunden. 

Übrigens: Ordnungswidrigkeiten können gemäß Waldgesetz (Vorschrift § 23) mit einer Geldbuße bis zu 20.000 Euro geahndet werden.

Waldbrandüberwachung sucht Feuer

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg überwacht jedes Jahr vom 1. März bis zum 30. September die Waldflächen mit dem modernsten Kameraüberwachungssystem (Fire Watch)107 Sensoren scannen die Waldgebiete über den Baumkronen und registrieren dabei jede Rauchentwicklung. Die Informationen laufen in den sechs Waldbrandzentralen des Landesbetriebes Forst zusammen. Danach werden im Brandfall sofort die regionalen Leitstellen der Feuerwehren alarmiert.

Im Durchschnitt mehr als 250 Waldbrände

Das waldreiche Land Brandenburg ist mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern und den trockenen Sandböden nach wie vor in Deutschland die Region mit der höchsten Waldbrandgefahr. Die EU-Kommission führt die Waldflächen des Landes in der gleichen höchsten Waldbrandgefährdungsstufe wie Griechenland, Spanien, Portugal und Südfrankreich. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich 250 Waldbrände in Brandenburg verzeichnet. Durch den regenreichen Sommer 2017 hat es im vergangenen Jahr weniger Waldbrände gegeben. Bei 138 Waldbränden wurden 285 Hektar Forstfläche geschädigt. Die Forstleute hoffen, dass im Jahr 2018 nicht wieder ein so extremes Waldbrandjahr wird, wie im Jahrhundertsommer 2003 mit 697 Waldbränden in Brandenburg.

Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von rund 1,1 Millionen Hektar (37 Prozent der Landesfläche). Wegen der hohen Brandgefahr sollte alles unterlassen werden, was zu einem Brand im Wald und in der Feldflur führen könnte. Der kleinste Funke kann Flächenbrände auslösen. Menschliches Handeln verursacht mehr als 90 Prozent aller Waldbrände mit bis zu 99 Prozent der Schäden. Blitze sind die einzige "natürliche" Ursache für das Entstehen von Waldbränden.

 
 

So erreichen Sie uns!

DAS BÜRGERBÜRO
Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail (einfach Adresse anklicken)
wk@joergvogelsaenger.de

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

25.08.2018, 11:00 Uhr - 20:00 Uhr Brandenburgtag
SAMSTAG, 25. AUGUST 2018 Brandenburgtag Wittenberge : 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr (in Teilbereichen b …

26.08.2018, 11:00 Uhr - 18:00 Uhr Brandenburgtag
Brandenburgtag 2018, Wittenberge Veranstaltungszeit: 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr Bühnenprogramm: 11. …

01.09.2018, 10:00 Uhr - 18:00 Uhr Demo: Kein Jagdplatz für die AfD
Kein Podium für Gauland, Poggenburg, Kalbitz und Elsässer im Bürgerhaus von Neuenhagen! Die …

Alle Termine

Nachrichten

19.08.2018 18:32 Sommerinterview mit Andrea Nahles
Berlin direkt – Sommerinterview vom 19. August 2018 Andrea Nahles, SPD-Vorsitzende, im Gespräch mit Thomas Walde Hier geht´s zur Mediathek

19.08.2018 18:26 Die Zeit drängt: Das Mieterschutzgesetz muss jetzt kommen
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist ernst. Der Entwurf des Mieterschutzgesetzes von Ministerin Dr. Katarina Barley setzt die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag um und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um Wohnen in Deutschland bezahlbarer zu machen. Ein zügiger Abschluss des Gesetzes hat höchste Priorität, damit ein Inkrafttreten zum 01. Januar 2019 sichergestellt ist. „Angesichts der

17.08.2018 18:27 Erwarte vom Treffen Merkel und Putin Signal der Entspannung
An diesem Samstag trifft die Bundeskanzlerin auf den russischen Präsidenten. SPD-Fraktionsvize Post macht deutlich: Nicht Konfrontation und Freund-Feind-Denken, sondern die pragmatische Suche nach Lösungen muss im Vordergrund stehen. „Meine Erwartung ist, dass von dem morgigen Treffen von Kanzlerin Merkel und Präsident Putin ein Signal der Entspannung im deutsch-russischen Verhältnis ausgeht. Nicht Konfrontation und Freund-Feind-Denken, sondern die

17.08.2018 18:26 Keine Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs
Katja Mast äußert sich zum erneuten Vorstoß aus Reihen der CSU zur Anhebung der Verdienstgrenzen bei Minijobs. „Die Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs ist aus gutem Grund nicht vorgesehen. Es gibt dafür keine Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Uns von der SPD geht es um voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.“ Statement von Katja Mast auf spdfraktion.de

13.08.2018 17:20 Demokratie braucht Inklusion – Inklusion ist mehr Lebensqualität für alle
Der Bundesvorsitzende von Selbst Aktiv, Karl Finke, sowie seine Stellvertreterin, Katrin Gensecke, haben sich zu einem ersten Abstimmungs- und Erfahrungsaustausch mit dem neuen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, in Berlin getroffen. „Demokratie braucht Inklusion. Dies müssen wir in das allgemeine gesellschaftliche Bewusstsein einbringen“, so Jürgen Dusel. „Vor Ende der ersten 100 Tage der Amtszeit gilt

Ein Service von info.websozis.de