Wasser kommt nicht einfach aus der Leitung

Veröffentlicht am 21.10.2016 in Wirtschaft

Ohne uns groß dabei etwas zu denken, drehen wir morgens den Wasserhahn auf. Kochen Kaffee, duschen, waschen und spülen. Das Lebensmittel Wasser ist einfach da. Über hundert Liter verbraucht der Bundesbürger pro Tag. Eine keimfreie, von Schadstoffen befreite Flüssigkeit zu bezahlbaren Preisen, ohne die wir nur wenige Tage überleben könnten.

In unserer Region sind die Wasser- und Abwasserverbände der Kommunen seit rund 25 Jahren dafür zuständig, Bürger, Industrie- und Landwirtschaft mit dem wertvollen Stoff, den Chemiker H2O nennen, in ausreichender Menge zu versorgen.

Das 25 jährige Bestehen feierte der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) am 21.10.2016 mit einem Festempfang. Umweltminister Jörg Vogelsänger, der mit seiner Familie als Erkneraner auch das Wasser des WSE trinkt, war mit einem Grußwort dabei und dankte vor allem den Mitarbeiter für ihren Einsatz.

Der WSE sei heute modern organisiert und spiele eine Vorreiterrolle in der Branche. Nach den Schwierigkeiten Mitte der 90er Jahre verfüge der WSE heute über eine leistungsstarke Struktur, sei professionell aufgestellt und arbeite betriebswirtschaftlich solide. „Wir feiern mit dem 25-jährigen Jubiläum eine Erfolgsgeschichte“, so Vogelsänger. Die sei aber nicht selbstverständlich gewesen. Der WSE sei heute ein zuverlässiger Partner für die wachsenden Kommunen im Berliner Umland, für die Gemeinden im ländlichen Raum und für die regionale Wirtschaft. Zugleich auch ein stabiler Auftraggeber für die regionale Bauwirtschaft.

Das ist der WSE

Trinkwasser

Vier Wasserwerke fördern etwas 7 Mio. m³ pro Jahr. Es gibt rund 51.300 Hausanschlüsse, samt 1300 Kilometer Trinkwasserleitungen. Der Anschlussgrad beträgt 99,9 Prozent.

Abwasser

Es gibt 432 Abwasserpumpwerke bei einem Kanalnetz von insgesamt 744 km Länge sowie 319 km Druckrohrleitungen. Der Anschlussgrad beträgt 97 Prozent.

Der WSE versorgt 160.000 Einwohner und ist hiermit der größte Flächenverband im Land Brandenburg Mit seinem 550 km² großen Versorgungsgebiet liegt er auf Platz 20.

Zukunftsaufgaben

Ein sorgsamer Schutz der Grundwasservorräte ist die Voraussetzung für eine zukunftssichere Trinkwasserversorgung – gerade in den wachsenden Regionen des Landes.

Die Folgen des Klimawandels sind in dicht besiedelten Gebiete besonders groß; so zum Beispiel die Entwässerung von Siedlungen bei zunehmenden Starkniederschlägen.

In ländlichen Räumen müssen die Folgen des demografischen Wandels berücksichtigt werden. Sonst sind eines Tages die Leistungen der Daseinsvorsorge für die Bürger nicht mehr bezahlbar.

Das Engagement und sein klares Bekenntnis zum Leitbild „zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft

Aktive und gestaltende Rolle beim freiwilligen Kennzahlenvergleich Trink- und Abwasser („Benchmarking“) sowie bei der Verbände übergreifenden Kooperation unter dem Dach der KOWAB Ost

Fördergelder flossen

Das Land förderte den Verband von 1992 bis zum Jahre 2016 mit rund ca. 62 Mio. €. Die Förderung des Landes für das 2014 in Betrieb genommene Wasserwerk Spitzmühle war die zweitgrößte Fördermaßnahme in den zurückliegenden 10 Jahren [3,5 Mio.€].

Die Pro-Kopf-Förderung entspricht 386 € pro Einwohner (EW). Der Landesdurchschnitt liegt bei 422 € je Einwohner mit Liquiditätshilfen bei 503 €/EW). Der WSE investierte von 1993 bis zum Jahre 2015 cirka 400 Mio. Euro, dabei wurden rund. 20.000 Trinkwasseranschlüsse und 37.000 Abwasseranschlüsse neu hergestellt.

 
 

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